Full text : Laienbrevier der National-Ökonomie

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Die  Bedeutung  des  Tausches  im  ñrbeits-  u.  Wertbildungsprozeß
2.  Nach  Rauf  und  verkauf:
Ģeiger  30  IÏÏ.  Wert  des  Instrumentes
Näherin  30  „  „  der  Nähmaschine
Trödler  60  „  „  (Erlös  a.  d.  verkauften  Gegenständen.
T20ÎÌÎ.
Der  gesamte  Wohlstand  hat  sich  demnach  verdoppelt,
und  dieser  Wertzuwachs  ist  nicht  etwa  etwas  Eingebildetes, ­
  sondern  durchaus  Reelles.  Lr  bildet  die  Grundige ­
  unserer  gesamten  Vermögensstatistik.  Ein  Zeitungsverleger ­
  z.  B.,  der  eine  Rotationsmaschine  zu
20  000  Mark  einstellt,  ist  verpflichtet,  sie  mit  dieser
Summe,  solange  sie  neu  ist,  in  seinem  Vermögensstand
unzugeben,  aber  keine  Gesetzgebung  wird  dieses  von
einem  Handwerker  verlangen,  der  vielleicht  gezwungen
war,  eine  solche  Maschine  als  schlechte  Schuld  zu  übernehmen ­
  und  sie  auf  dem  Boden  herumstehen  hat.  In
seinen  fänden  wird  der  Wert  der  Maschine,  selbst
wenn  neu,  den  des  alten  Eisens  nicht  viel  überschreiten,
bis  sich  wieder  jemand  findet,  der  sie  braucht.  Erst
dann  tritt  sie  wieder  in  ihren  alten  volkswirtschaftlichen ­
  Wert,  und  der  Händler,  der  das  vermittelt,  ist
somit  direkt  wertbildend.
Nun  scheint  uns  im  obigen  Falle  der  Verdienst
bes  Trödlers  vielleicht  für  die  geringe  Mühe,  die  er
gehabt  hat,  reichlich  hoch.  Gewiß,  aber  bei  freier  Ronkurrenz
  wird  dieser  Verdienst  immer  im  Verhältnis
Zur  Schwierigkeit  des  Wiederverkaufes  stehen,  und  unter
ber  gleichen  Voraussetzung  wird  auch  der  Nutzen
bes  Raufmannes  im  gleichen  Verhältnis  zum  Nutzen
stehen,  den  er  der  Allgemeinheit  leistet,  so  paradox
bas  klingen  mag-  denn  für  gewöhnlich  ist  man  vom
Gegenteil  überzeugt.  Man  meint,  je  weniger  ein  Rauf-
            
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