Full text: Laienbrevier der National-Ökonomie

5. Kapitel 
mann verdiente, desto besser sei es für die Allgemein« 
heit, wir sagen nicht, daß der Kaufmann, der 
seine waren am teuersten verkauft, der nützlichste 
ist, denn dieses Verfahren führt, sobald die Leistung, 
die wirkliche oder eingebildete, nicht der Gegen 
leistung entspricht, schnell genug zum Stillstand, wohl 
aber, daß der Kaufmann, der die waren dahin schafft, 
wo er am meisten verdient, nämlich, wo sie am teu 
ersten sind, volkswirtschaftlich weit nützlicher ist, als 
einer, der sie mit wenig Verdienst an einem billigen 
Grt verschleudert. 
Denn der teure Drt zeigt durch seine Preise an, 
daß er die waren haben will, während sie am billigen 
Orte bereits in Überfluß vorhanden sind. 
Im Aufsuchen des höchsten Begehrs nach einer 
Sache liegt fa eben der wert des Handels, und je 
erfolgreicher er in dieser Beziehung für sich selbst ist, 
je mehr wird er auch zur Wertakkumulation in seinem 
Volke beitragen. 
Am deutlichsten zeigt sich das bei der Bespre 
chung des Tausches auf internationalem Ge 
biete, zu der wir jetzt übergehen. 
Bei Behandlung dieser weitreichenden und wich 
tigen Frage können wir es nur zur Klarheit bringen, 
wenn wir uns die einzelnen Staaten als in sich ge 
schlossene Organismen, gewissermaßen als Personen 
denken. Das, was sich zu einem Staate oder zu einer 
wirtschaftlichen Interessengemeinschaft mit einer ge 
meinsamen Spitze und damit einem gemeinsamen wil 
len zusammengetan hat, ist etwas durchaus Einheit 
liches, ein Organismus, wie jeder andere selbständige
	        
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