Full text: Laienbrevier der National-Ökonomie

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JJ Issili in lin ff fi lilt; 
Die Bedeutung des Tausches im Ñrbeits- u. lvertbildungsprozeß 
Organismus. Daraus folgt, daß, ebenso wie der Waren 
austausch zwischen zwei Individuen stets vorteilhaft 
nach beiden Zeiten ist, dasselbe auch beim Warenaus 
tausch zweier Völker der Fall sein muß. Vas ist auch 
ahne weiteres ersichtlich. (Es liegt in der Natur der 
Dinge, daß unter dem Einflüsse von Klima und Loden 
in den verschiedenen Ländern gewisse Erzeugnisse des 
Ülenschenfleißes so überreichlich gedeihen, daß die Ernten 
sehr schnell eine größere Fülle geben, als die zu 
verzehren imstande sind, die die Zaat streuen, und wenn 
sie auch noch so viel zu konsumieren sich anschicken. 
Dieses in einem solchen Gebiete entstehende plus 
ist nun ohne Tauschmöglichkeit tatsächlich vollständig 
wertlos. So stellt ein Land wie Brasilien einen Über 
schuß an Kaffee her, ein Land wie Deutschland einen 
solchen von allen möglichen Fertigfabrikaten, kunstge 
werblichen Gegenständen und dgl., die nach Sättigung 
des heimischen Bedarfes ebenfalls nur minimalen wert 
haben. 
Die Natur schafft in solchen Fällen zeitweilig tat 
sächlich „Überproduktion", so vorsichtig man auch sonst 
wit dem Worte sein muß, denn all die tausend 
Dinge, die zwischen den Fingern der Menschen wachsen, 
sind genau so gut Naturprodukte, wie das, was auf 
dem Felde wächst, und ob die Natur sich fruchtbar 
im Felde oder im Nlenschengeiste offenbart, ist für 
das Endergebnis das gleiche. 
Für Deutschland ist nun der Kaffee ein wert- 
abejkt, denn die Gesamtarbeitskraft des Volkes würde 
nicht hinreichen, auch nur einen Sack davon hervor 
zubringen. Ebenso sind für die Bewohner Brasiliens 
all die tausenderlei bei uns hergestellten Kleinigkeiten 
und Fertigfabrikate, die bei uns überflüssig sind, wert-
	        
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