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Stadt expropriiert man nur die Häuser, ohne auch die
Lebensmittel in Gemeineigentum überzuführen; oder endlich
enteignet man in irgend einer industriellen Gegend
die Fabriken, aber ohne den Grossgrundbesitz anzufassen.
Das Ergebnis wird immer dasselbe sein : eine ungeheure
Verwirrung des ökonomischen Lebens, ohne dass man die
Mittel hätte, dies ökonomische Leben auf neuen Grundlagen
wieder aufzubauen; Stillstand der Industrie und
des Handels ohne die Rückkehr zu den Principien der
Gerechtigkeit; Unmöglichkeit für die Gesellschaft, ein
harmonisches Ganze wieder herzustellen.“*)
Diese Ueberlegung — die wir bei Deslinières wiederfinden**)
— erscheint unwiderleglich. Die Expropriation
ohne Entschädigung wird allgemein sein, oder sie wird
nicht sein.
Damit aber andererseits diese Expropriation nicht auf
unübersteigliche Hindernisse treffe, müsste ganz offenbar
die capitalistische Concentration zur höchsten Stufe gediehen
sein, müsste das persönliche Eigentum nur noch
in der Erinnerung existieren und die ungeheure Mehrzahl
der Bürger sich aus Proletariern zusammensetzen, die
nichts anderes zu verlieren hätten, als ihre Ketten!
Und selbst unter dieser Annahme, deren Verwirklichung
mindestens in sehr weiter Ferne zu liegen scheint,
ist es nicht zweifelhaft, dass die Enteignung ohne Entschädigung
schliesslich die kostspieligste Methode
sein würde, wenn man die Widerstände, die Wirren und
die blutigen Kämpfe, die es sicherlich dabei absetzen
würde, bedenkt.
Engels schrieb im Jahre 1894, dass wir die Entschädigung
der Besitzenden unter keinen Umständen als
eine Unmöglichkeit ansähen; und Marx hat oft die
Meinung ausgesprochen, dass das Auskaufen der ganzen
*) Kropotkin: Der Wohlstand für alle.
**) Deslinières: Esquisse du régime collectiviste.