fullscreen: Gesamtstaat, Dualismus und Pragmatische Sanktion

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« Publizisten » nicht imstande seien, ihre « Thesen » — man 
beachte den Sprachgebrauch, nach welchem das Ergebnis 
wie beim advokatorischen Schriftsatz zeitlich der Beweis 
führung vorangeht, — auf einzelne Gesetze zu gründen, 
deshalb seien sie auf den Gedanken verfallen, die Praxis, 
die in den ersten Jahrhunderten der habsburgischen Herr 
schaft bestand, in die Diskussion hereinzuziehen. Natürlich 
kann Andrässy als ernster Forscher dieser seichten «Argu 
mentation » nicht beistimmen. Und er schließt mit einer 
wohl vorzugsweise an den Monarchen oder seinen Nach 
folger gerichteten Drohung. Die österreichischen Autoren 
— so sagt er — arbeiten am Ruin der Monarchie wie jeder, 
der «in der Zukunft das zustande bringen wollte, was nach 
der Lehre dieser Schule bereits in der Vergangenheit vor 
handen war, und was ihr zufolge von Rechts wegen auch 
in der Gegenwart sein müßte. » Die Einheit übertreibend, 
gefährden sie nach Andrässy jenes Maß von Zusammen 
gehörigkeit, das notwendig und erreichbar sei. Statt die 
Großmachtstellung der Monarchie zu sichern, richten sie 
— abermals laut Andrässy — diese Großmachtstellung 
zugrunde und setzen sogar den Bestand der Monarchie aufs 
Spiel. Die Verwirklichung ihrer Theorie [diesmal Singular] 
hätte die Zertrümmerung der Monarchie zur Folge. « Die 
österreichischen Theorien haben schon großen Schaden ge 
stiftet. Sie haben das Mißtrauen und die Entfremdung 
zwischen den beiden aufeinander angewiesenen — nicht : 
Staaten, sondern : Tot] tärsadalom — Gesellschaften bereits 
y'b, ' gesteigert. Sie erschweren das Zustandekommen jener Har 
monie, die ein großes Interesse sowohl Österreichs als 
Ungarns als auch der Dynastie bildet. » 
Genauer umschrieben wird der Vorwurf gegen die 
«österreichischen» Forschungsergebnisse vom Grafen 
Albert Apponyi in dem als wissenschaftlich vorgetragenen 
Plaidoyer zu Gunsten der Gloire des ungarischen Staats 
wesens, das er zur Beeinflussung der ganzen Kulturwelt in 
verschiedenen Sprachen, zwar nicht übereinstimmend, aber 
unverkennbar mit der selben Tendenz publiziert hat. Über 
den im Jahre 1904 auf einem internationalen Kongreß zu
	        
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