fullscreen: Deutschlands Auslandsanleihen

Auslandsanleihen der Industrie, 
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102 % und mit dreimonatiger Frist zulässig. Für die Anleihe sind 
Waren und Rohstoffe im Marktwert von mindestens 150 % des 
Anleihebetrags verpfändet worden; daher wird die Anleihe als 
merchandise secured gold dollar notes bezeichnet. Als Zweck ist 
bezeichnet die Ablösung laufender Verbindlichkeiten und die 
Sicherung eines angemessenen Betriebskapitals. 
Am 4. Februar 1927 hat die Gesellschaft ferner einen Teil 
betrag einer 6 % 60-Mill.-/-Anleihe in Höhe von 15 Mill. 4 in 
Holland auflegen lassen, nachdem 45 Mill. 4 am 31.Januar in 
Deutschland aufgelegt waren, rückzahlbar ab 1932 in 25 Jahres- 
raten durch Auslosung, und zwar bis 1942 zu 102 %, dann bis 
1956 zu 100 %. Vom 1. Februar 1932 kann verstärkte Tilgung 
eintreten oder gesamte Rückzahlung, und zwar nach dreimonatiger 
Vorankündigung und zum gleichen Rückzahlungskurs. Die An- 
Jeihe ist hypothekarisch gesichert. Die Gesellschaft hat sich das 
Recht vorbehalten, bis zu 44 Mill. 4 weitere Anleihebeträge aus- 
zugeben, die durch diese Sicherungshypothek mitgedeckt sein 
werden. 
Bald nach der ersten Krupp-Anleihe folgte im Januar 1925 
eine 12-Mill.-$-Anleihe der August Thyssen-Hütte Ge- 
werkschaft. Sie ist im Gegensatz zur Krupp-Anleihe hypo- 
thekarisch gesichert, und zwar durch eine „closed mortgage‘“, d. h. 
das hypothekarisch belastete Eigentum kann durch andere Hypo- 
theken nicht weiterbelastet werden. Die Anleihe ist ebenfalls fünf- 
jährig, aber nicht wie die Krupp-Anleihe als „notes‘“ in Inhaber- 
couponform,. sondern in Form normaler Obligationen ausgestellt. 
Sie ist auf den Namen der August Thyssen-Hütte Gewerkschaft 
und der ihr angeschlossenen Bergbau- und Gesellschaften aus- 
gestellt. Es handelt sich dabei um folgende Gesellschaften: Ge- 
werkschaft Friedrich Thyssen (Hamborn), Gewerkschaft Lohberg 
(Hamborn), Gewerkschaft Rhein I (Hamborn), Thyssensche Han- 
delsgesellschaft m. b. H. (Berlin), Thyssen & Co, G. m. b. HA. 
(Berlin), Thyssen, G. m. b. H. (Hamburg), Heinrich Reiter, G. m. 
b. H. (Königsberg), Handelsgesellschaft der Thyssenzechen m. b. H. 
(Bonn und Düsseldorf). Zur Zeit des Anleiheabschlusses befanden 
sich sämtliche Gesellschaften im Besitz der Familie Thyssen (jetzt 
gehören sie zu den Vereinigten Stahlwerken). Die Anleihe konnte 
zu jedem Zinstermin im ganzen oder teilweise mit 60tägiger Frist 
gekündigt werden, und zwar bis einschließlich 1. Januar 1926 mit 
102% %, bis 1. Januar 1927 mit 102 % und so fort in der Weise, 
daß mit jedem Jahr der Prämienzuschlag um % % abnimmt. In 
einen Tilgungsfonds sollten ferner zum 1. Juli 1925 600 000 $, 
dann vierteljährlich 300 000 $ eingezahlt werden, die zum Ankauf 
bis zu pari dienen sollten; nicht verwendete Beträge sollten 
zurückgezahlt werden, eine Auslosung also nicht stattfinden, Die 
Vereinigte Stahlwerke A.-G. hat bei ihrer Gründung den noch aus-
	        
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