Full text : Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin

Das  Wareneingangsbuch.

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Das  Wareneingangsbuch  hat  zwei  Betragsrubriken.  Die  erstere  ist  für
die  Rechnungsbeträge  bestimmt.  Die  Addition  sämtlicher  Beträge  ergibt
folglich  die  Summe  aller  dem  Betriebskonto  belasteten  Lieferantenrechnungen. ­
  Die  zweite  Rubrik  dient  für  alle  Beträge,  welche  durch  die  Kasse,
das  Memorial,  das  Frachtenstundungsbuch  usw.  dem  Betriebskonto  belastet ­
  werden,  also  z.  B.  auch  alle  Löhne.  Die  Gesamtsumme  des  Wareneingangsbuches ­
  umfaßt  mithin  sämtliche  dem  Betriehskonto  belasteten
Ausgaben.
Alle  durch  das  Kassabuch,  Memorial  usw.  dem  Betriebskonto  belastenden ­
  Beträge  werden,  soweit  sie  sich  auf  eine  eingegangene  Warensendung
beziehen,  an  der  Stelle,  wo  der  betreffende  Eingangsschein  (Lieferschein)
eingetragen  ist,  in  das  Wareneingangsbuch  übertragen.  Somit  hat  man
alle  Kosten  für  die  Ware  an  einer  Stelle.  Alle  anderen  dem  Betriebskonto
zu  belastenden  Beträge  werden  allmonatlich  hinter  dem  letzten  Eingangsschein ­
  der  Reihe  nach  aus  den  einzelnen  Grundbüchern  übertragen.
Nachdem  auf  diese  Art  alle  dem  Betriebskonto  debitierten  Ausgaben
in  das  Wareneingangsbuch  eingetragen  sind,  werden  dieselben  kontiert,
d.  h.  es  wird  bei  jedem  Betrag  das  Konto  hinzugeschrieben,  auf  welches
derselbe  gehört  (s.  Beispiel).  Bei  den  Eingangsscheinen  (Lieferscheinen)
geschieht  die  Kontierung  gleich  bei  Eingang  der  Scheine  in  der  Buchhalterei. ­
  Die  Kontenbezeichnungen  werden  alsdann  bei  Eintragung  der
Scheine  im  Wareneingangsbuch  vermerkt.
Um  nun  nach  geschehener  Kontierung  der  Einzelbeträge  für  jedes  im
Wareneingangsbuch  vorkommende  Konto  den  Gesamtbetrag  zu  ermitteln, ­
  werden  die  Beträge  jeder  Zeile  zunächst  auf  der  rechten  Seite  des
Buches  in  die  den  verschiedenen  Konten  entsprechenden  Rubriken  ausgeworfen
  (s.  Beispiel).  Dann  geht  man  das  Buch  seitenweise  durch  und
notiert  die  Folien,  auf  welchen  jedes  Konto  vorkommt.  Hierauf  addiert
man  kontenweise  sämtliche  Posten  derart,  daß  man  die  Seiten,  auf  denen
das  Konto  nicht  vorkommt,  überspringt.  Erscheint  z.  B.  das  Konto  B.  C.  1
(Beständekonto  1)  auf  Seite  2,  6,  15,  29,  30  usw.  so  überträgt  man  die
Summe  von  Seite  2  nach  6  usw.  Nachdem  sämtliche  Konten  addiert
sind,  werden  die  Gesamtbeträge  der  einzelnen  Konten  zusammengestellt
und  es  muß  dann  die  Gesamtsumme  aller  Konten  gleich  sein  der  Gesamtsumme ­
  des  Wareneingangsbuches.
Die  den  einzelnen  Fabrikationsabteilungen  durch  das  Wareneingangsbuch ­
  belasteten  Beträge  werden  allmonatlich  den  Lohnbureaus  bekanntgegeben,
  denn  es  muß  auch  jede  Abteilung  noch  ihr  eigenes  Wareneingangsbuch ­
  führen,  da  das  Hauptwareneingangsbuch  den  Abteilungen
nicht  zur  Verfügung  steht.  Zwecks  Eintragung  der  jeder  Abteilung  zu
belastenden  Lieferungen  usw.  in  diese  Abteilungseingangsbücher  zirkulieren ­
  die  Wareneingangsscheine  in  den  Lohnbureaus  und  so  sind  am
Monatsschluß  nur  die  Beträge  von  dem  Buchhalter,  welcher  das  Hauptwareneingangsbuch ­
  führt,  einzusetzen.
Die  Verwaltungen  des  Materialienlagers,  Stahllagers  und  Werkzeuglagers ­
  haben  ebenfalls  je  ein  Wareneingangsbuch,  in  welches  auch  nur  die
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