Full text : Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin

Die  Auftragserteilung.

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Im  allgemeinen  sei  nur  bemerkt,  daß  die  ganze  Buchhaltung,  soweit  wie
irgend  möglich,  auf  losen  Blättern  und  Karten  geführt  wird  und  daß
Bücher  nur  noch  Verwendung  finden,  wo  sie  durch  Blätter  oder  Karten
nicht  zweckmäßig  ersetzt  werden  konnten.  Um  die  Blätter  zusammenzuhalten, ­
  sind  Klemm-Mappen  im  Gebrauch,  welche  gestatten,  die  Blätter
jederzeit  zwischenzulegen  und  wegzunehmen  und  das  Registrieren  ersparen. ­
  Zum  Zusammenhalten  der  Karten  dienen  die  bekannten  Kartothekkasten. ­


Abteilung  I.  Allgemeines.
Dieses  Konto  ist,  wie  Seite  24  gesagt,  für  allgemeine  Unkosten  bestimmt. ­


Abteilung  II.  Maschinenbau.
Die  Auftragserteilung.
Die  Abteilung  Maschinenbau  fabriziert  katalogmäßige  Werkzeugmaschinen ­
  in  Serien  von  10—100  Stück.  Die  von  der  Kundschaft  bestellten ­
  katalogmäßigen  Maschinen  werden  daher  nicht  einzeln  angefertigt,
sondern  vom  Lager  resp.  von  den  Lagerbestellungen  (sogenannte  Vorratsorders) ­
  entnommen.  Nichtsdestoweniger  müssen  die  Kundenorders
den  Meistern  und  den  Bureaus  durch  Eintragung  in  die  Orderbücher  mitgeteilt ­
  werden,  damit  der  vereinbarte  Liefertermin  ihnen  bekannt  wird;
allerdings  wäre  dies  streng  genommen  nur  dann  notwendig,  wenn  die
beorderten  Maschinen  sich  noch  in  der  Fabrikation  befinden.
Die  sogenannten  kleinen  Orders,  die  sich  auf  Maschinen-  und  Ersatzteile ­
  beziehen,  werden  in  besondere  Bücher  eingetragen.  In  den  für  die
Meister  bestimmten  Orderbüchern  wird  jedoch  der  Name  des  Bestellers  nicht
genannt.  Die  Vervielfältigung  der  Orders  in  die  einzelnen  für  die  Meister
bestimmten  Orderbücher  geschieht  mittels  schapirographischer  Blätter.
Die  Vorratsbestellungen  auf  Maschinen  gehen  von  der  Direktion  aus.
Ob  und  wann  solche  gegeben  werden  sollen,  hängt  einerseits  von  dem
Umsatz  und  dem  Wert  der  Maschinen,  andererseits  von  der  Beschäftigung
der  Werkstätten  und  der  für  die  Fabrikation  notwendigen  Zeit  ab.  Zur
Erteilung  von  Vorratsbestellungen  ist  Formular  27  in  Anwendung.  Die
einzelnen  Bestellungen  erhalten  fortlaufende  Nummern  mit  den  Buchstaben ­
  „V“  Vorrat.  Es  werden  stets  zugleich  zwei  Durchschläge  ausgeschrieben, ­
  wovon  das  eine  Exemplar  an  den  Chef  des  Maschinenbaues,
das  andere  in  das  technische  Bureau  für  Maschinenbau  geht.  Der  Chef  des
Maschinenbaues  gibt  die  Order,  eventuell  mit  technischen  Ergänzungen  versehen, ­
  in  das  Lohnbureau,  wo  die  erwähnten  Abzüge  für  die  Meister  und
Bureaus  in  besondere  Bücher  mittels  Schapirograph  hergestellt  werden.
Die  in  Formular  27  unter  1  b  erwähnten  Fragebogen  gehen  von  der
Direktion  aus  und  dienen  zur  Ermittlung  von  Unterlagen,  welche  bei  der
            
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