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(8,34) den von Niederschlesien (8,27) überholt. Der Preis im
Aachener Gebiete steigt nur bis 1890 auf 6,57 M. pro t. 1891
ist demnach die Reihenfolge: Dortmund, Nieder Schlesien,
Aachen. In allen 3 Gebieten fallen dann bis 1894 die Preise
und zwar 1892 und 1893 in Dortmund besonders stark. Jetzt
(1 894) ist die Reihenfolge: Niederschlesien 7,06 M. pro t,
Dortmund 6,36 M. und Aachen 5,85 M. Von 1894—1897
zeigt sich ein allmähliches Anziehen der Preise (Aachen schnellt
1896 auf 7,71 M. pro t), sodass 1897 sich folgendes Bild ergibt:
Nieder Schlesien 7,05 M., Dortmund 7,03 M. und
Aachen 6,94 M. pro t. Nun steigen die Preise stetig: Nieder
schlesien 1901 auf 10,25 M., Aachen 1900 auf 9,41 M.
und Dortmund 1901 auf 8,76 M. Bis 1902 fallen die Preise :
Nieder Schlesien auf 9,18 M., Aachen 8,99 M. und Dort
mund 8,39 M.
Der Preis im O.B.B. Dortmund, dem grössten deutschen
Bergbaubezirke, hat, was absolute Höhe anlangt sowie die Be
wegung von Jahr zu Jahr, im Verhältnis zu allen andern Bezirken
eine ruhige Entwicklung gezeigt. Er war 1901 nur 42 Pf. höher
als 1891, in Niederschlesien dagegen 1,98 Pf., im gleich zu be
handelnden Oberschlesien gar um 2,35 M. Aber 1902 war ja
auch der Preissturz im O.B.B. Dortmund nicht so stark. Es dürfte
jedoch ratsam sein, über die im Vordergründe des Interesses
(und mit Recht!) stehende Preispolitik des Rheinisch-Westfälischen
Kohlensyndikats die Zustände der Preise in den andern Kohlen
bezirken nicht zu übersehen. Denn nicht immer beherrscht der
Schüler sich so wie der Meister.
Tief unten steht im Jahre 1886 mit 3,89 M. der Preis pro t
Kohle in Oberschlesien. Er sinkt bis 1888, um dann 1891
auf 5,63 M. zu steigen. Dann beobachten wir bis 1894 ein ganz
geringes Fallen auf 5,45 M. Der Preis steigt darauf langsam bis
1897 auf 5,84 M., um dann stark bis 1901 auf 8,44 M. emporzu
schnellen.
Somit ist 1902 die Reihenfolge in den Preisen: Saarge
biet 11,71 M., N i e d e r s c h 1 e s i e n 9,18 M., Aachen 8,99 M.,
O.B.B. Dortmund 8,39 M. und Oberschlesien 7,98 M. pro t.
Der Lohn pro t Kohlen.
Er ist mit Ausnahme des Jahres 1890 am grössten beim
Steinkohlenbergbau bei Aachen. Er beträgt hier