Object: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Erstes Buch, Cap. 1. 
seine eigenen Angelegenheiten verfolgen. Das Gesetz schütze 
grossen und kleinen Besitz, schütze den Schwachen sogar be- 
sonders, grosse Reichthümer könnten nur Wenigen zufallen, 
wenn das Gesetz ausserdem jedem eine gesunde Existenz er- 
mögliche, so seien die Dinge „vollkommen“ geordnet. Die 
Handarbeiter seien auch ohne Reichthum glücklich, weil 
Arbeit und Mässigkeit zufrieden machen, weil Mahlzeit und 
Ruhe nach der Arbeit doppelten Genuss bereiten etc. 
Dies sind Sätze, in denen gewiss eine Wahrheit enthalten 
ist, aber wer kann glauben, dass sie willig angenommen wer- 
den, wenn ein Mitglied der herrschenden Klasse in satter 
Selbstzufriedenheit sie leidenschaftlich erregten Massen predigt ? 
Gewiss ist der Neid hässlich und unvernünftig. Aber wenn 
neue Reichthümer massenhaft und in bisher ungeahnter 
Schnelligkeit entstehen, wenn gleichzeitig heimathlose Arbeiter 
in Massen an einzelnen Punkten. concentrirt werden und in 
azine hülflose, unsichere Lage gerathen, sind dann nicht neue 
Verhältnisse da, welche den arbeitenden Armen den Vergleich 
ihrer Lage mit der ihrer Lohnherren aufdrängen? Ist der 
Neid dann nicht ein wohl verwerflicher, aber unvermeidlicher 
Begleiter des natürlichen Strebens, selbst gleich den bisher 
Begünstigten emporzukommen ? 
Die Empfindung des Glücks wird unvermeidlich durch 
len Vergleich bestimmt und Paley’s Predigt der Zufriedenheit 
auf Grundlage einer nüchternen philosophischen Betrachtung 
beweist, dass er für die in der Grossindustrie geschaffene neue 
Lage, für die natürlichen Empfindungen und Bestrebungen der 
Arbeiter ebensowenig Verständniss hatte als für das natürliche 
Begehren der aufstrebenden Capitalisten nach grösserem Antheil 
an der politischen Herrschaft, Er gab der Nützlichkeitslehre 
len kirchlichen Segen, weil er ein Theologe war, ohne zu ver- 
stehen was Religion ist. Er goss wenige unwirksame Tropfen 
beruhigenden Oels in die aufgeregten Wogen neuer socialer 
Bewegung, weil er ein politischer Philosoph war, der für den 
cuhigen Genuss einer dem Individuum zugetheilten Pfründe 
mehr Verständniss hatte als für Standesgefühle und Standes-
	        
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