153
„Salt Lake City, March 10, 1902.
General-Conference.
The seventy-second annual general Conference of
the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints will,
convene in the tabernacle, in this City, Friday, April 4,
1902 at 10 o’clock a. m. The general authorities of the
Church, presidents of stakes and also all engaged in the
ministry, who can make it convenient to attend, are
cordially invited to be present.
Joseph F. Smith,
John R. Winder,
Anthon H. Lund.
First Presidency of the Church of Jesus Christ of
Latter-day Saints.“
Die Mormonen sind gute Geschäftsleute, und Brigham
Young wie seine Nachfolger haben es allezeit verstanden,
in das Praktische zu übertragen, „que les bonnes affaires
font les bons amis“. So kann man in Salt Lake City, das
zwar als Stadt mit seinen mangelhaften Straßen und An
lagen viel zu wünschen übrig läßt, mit Berechtigung von
allgemeiner Wohlhabenheit sprechen. Zement - Fabriken,
Seiden-Fabriken, Brauereien sind neu erstanden. Verfolgt
man zudem die statistischen Zahlen der letzten Zeit, so
ergibt sich schon hieraus, daß die kommerzielle und indu
strielle Entwicklung erhebliche Fortschritte gemacht hat. Utah
stand 1901 mit 14 Millionen Dollars an dritter Stelle für
die Silberproduktion der Vereinigten Staaten. Die Gold
produktion betrug etwa 4 Millionen Dollars. Im Minen
geschäft sind besonders während der letzten Jahre auch
hier große Vermögen gewonnen worden. Thomas Kearns,
republikanischer Senator für Utah — als dessen „gegen