Full text: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

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geisterung wurde unsere Einladung fast von allen „Captains 
of Industry“ angenommen. Nur ganz wenige, darunter 
leider Andrew Carnegie, waren behindert. Zum Teil viele 
Tagereisen weit eilten die Gäste aus dem ganzen Land 
herbei. Sie wurden dem Prinzen vorgestellt, der sich mit 
jedem einzelnen kürzere oder längere Zeit unterhielt. 
Außer den „Captains of Industry“ waren von dem 
Komitee eine Anzahl von „Special Guests“ eingeladen worden. 
Zu diesen gehörten: der Bürgermeister von New York Seth 
Low, der Generaladjutant der Vereinigten Staaten-Armee 
Henry C. Corbin und Kontre-Admiral Robley D. Evans, 
sowie von damals in New York anwesenden Deutschen: 
Albert Ballin, Generaldirektor der Hamburg-Amerika-Linie, 
Dr. H. Wiegand, Generaldirektor des Norddeutschen Lloyd, 
W. Tietgens, Präsident der Hamburg-Amerika-Linie, George 
Plate, Präsident des Norddeutschen Lloyd. 
Die Veranstaltung, von der der Prinz geäußert haben 
soll, daß sie zu den liebsten Erinnerungen an seine „Amerika 
fahrt“ gehöre, nahm auch äußerlich einen glänzenden Ver 
lauf: Amerikanische Beauty-Rosen bildeten den vorherr 
schenden Bestandteil der Festdekoration. Die halbmond 
förmig arrangierten Tafeln waren mit chinesischen Schling 
pflanzen und anderm Grün geschmückt, aus einem Palmen 
wald strahlten rote Glühlichter mit magischem Schimmer. Die 
Tische waren so gestellt, daß jeder Anwesende das Gesicht 
dem Ehrengast zuwendete. Dieser saß mit seinem Gefolge und 
den Mitgliedern des Komitees auf einer erhöhten Estrade. 
Hinter prächtigen japanischen Tapisserien spielte ein Or 
chester von Lauten- und Mandolinenschlägern amerikanische 
Weisen. Außer der Prinzentafel waren zehn Tische auf 
gestellt, fünf auf jeder Seite. Die kostbaren Gobelins, 
die die Wände bedeckten, waren von Morgan und Vander- 
bilt zur Verfügung gestellt worden. Die Gäste, mit Aus-
	        
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