Object: Die Deutschen im Auslande

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ist jedoch die Größe allein ausschlaggebend; zahlreich sind die 
Fälle in der Geschichte, daß große Stationen von weit kleineren 
niedergeworfen mkd endlich ganz und gar überflügelt wurden. 
Neben der Zahl der Volksangehörigen kommt vor allen Dingen 
deren körperliche und geistige Befähigung in Betracht. Mag 
ferner ein Volk noch so groß und tüchtig sein, es wird schließ 
lich doch untergehen, wenn ihm die Einheit fehlt, wenn es seine 
Kräfte, statt sie nach außen zu richten, in nutzlosen inneren 
Kämpfen vergeudet, wenn dem Einzelnen die Gelegenheit man 
gelt, seine Fähigkeiten im Dienste der Gesammtheit zur Geltung 
zu bringen. Die höchste nationale Einheit ist der Staat; daher 
muß jede Station bestrebt sein, ihre sämmtlichen Glieder zu 
einem oder, wenn zu mehreren, so doch möglichst eng mit ein 
ander verbundenen Staaten zusammenzuschließen. Große und 
intelligente Nationen, wie die Griechen und Kelten zum Beispiel, 
gingen zu Grunde oder wurden bis auf einen verhältnißmäßig 
unbedeutenden Rest vernichtet, weil sie nicht die Fähigkeit be- 
saßen, sich zu machtvollen nationalen Staaten zu vereinigen. 
Von der allergrößten Bedeutung für die Stellung einer 
Nation in dem direkt oder indirekt geführten Kampfe um den 
Grund und Boden ist häusig die Beschaffenheit und Lage des 
von ihr bewohnten und beherrschten Landes. Je fruchtbarer 
das Land ist, desto mehr Menschen kann es ernähren, desto be- 
deutender ist demnach die Macht, welche die Nation zu ent 
wickeln und ihren Feinden entgegenzustellen vermag. Einen 
ungeheuren Vorsprung hat offenbar dasjenige Volk gewonnen, 
welchem weite, noch gar nicht oder wenig besiedelte Landstrecken 
zu Gebote stehen, über welche es sich ungehindert ausbreiten 
kann. Es kommt dabei wenig in Betracht, ob diese Ländereien 
in seinem eigenen Besitze sind oder ob sie von schwachen Nach-
	        
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