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nicht, was vorzuziehen gewesen wäre, nach Gewerbsgebieten
angegeben sind. Mit erfreulicher Bereitwilligkeit
haben die Vorstände vieler Gewerkschaften meiner Bitte
Folge geleistet und mir die damals für das Jahr 1901 als
Norm in Betracht kommenden Lohnsätze mitgeteilt. Die
umfangreichen Tabellen, die mir zur Verfügung gestellt
wurden, hier zu veröffentlichen, würde die Grenzen meines
Buches über Gebühr erweitern. Jedenfalls sind die Lohnsätze
während der letzten dreißig Jahre, von geringen und
vorübergehenden Schwankungen abgesehen, beständig gestiegen.
Diese Tatsache gewinnt erhöhte Bedeutung durch
den Umstand, daß sich gleichzeitig die Arbeitsdauer ständig
vermindert hat. In den staatlichen Betrieben ist, wie bereits
früher erwähnt, der achtstündige Normalarbeitstag eingeführt;
die organisierte Arbeiterschaft zahlreicher Berufe erstrebt
auch in den Privatbetrieben nicht ohne Erfolg neben
Mindestlohn gleichfalls einen vorläufig neunstündigen
Normalarbeitstag.
In den Lohnsätzen sind, was ich hervorheben will,
die besonderen Prämien nicht eingerechnet, die für schnelle
Arbeitsleistung hie und da üblich sind. Dieses Lohnprämien-System
ist die Erfindung Frederick A. Halseys,
des Herausgebers einer Maschinenbau-Fachzeitschrift.
Während die große Mehrheit der Arbeitgeber dem Stücklohn
den Vorzug gab, galt auch den amerikanischen Arbeitnehmern
Akkordlohn als Mordlohn. Beim Prämiensystem
erhält nun der Arbeiter scheinbar Zeitlohn. Leistet er aber in
der festgesetzten Zeit mehr Arbeit, als einer gewissen Normalarbeitsleistung
entspricht, oder gebraucht er zu einer bestimmten
Arbeit weniger als die Normalzeit, so wird ihm
ein Teil seiner Mehrleistung als Prämie gezahlt. Der strebsame
Arbeiter erhält also seine Zeit besser bezahlt als der
weniger gewandte, der Fabrikant aber hat den Vorteil, daß