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wiesen. Aus Deutschland wurden nach Norwegen eingeführt im
Jahre 1913:
dz Wert M
Augen- und Stereoskopgläser, ungeschliffen und ungefaßt . . . 3 1 5 000
Brillen- und andere Augengläser, Lorgnons, Brenngläser, Lupen,
geschliffen, ungefaßt 5 8 000
Brillen und andere gefaßte Augen-, Brenngläser, Lupen . ■ 9 21.000
Ferngläser, terrestrische Ferngläser 10 53 000
Sonstiges optisches Glas, geschliffen und gefaßt (Fernrohrodiek-
tive, Stereoskope, Mikroskope), ungefaßte Linsen für optische
Zwecke , 24 67 000
Photographische Linsen, geschliffen und gefaßt, photographische
Apparate und Objektive, ungefaßte Linsen für photographische
Zwecke 33 54 000
Der Anteil Deutschlands am Gesamthandel Norwegens betrug
im Jahre 1913: 26,06 Prozent,
Für Lieferungen nach der Ukraine ist zurzeit auf optische und
photographische Artikel ein Zuschlag von 100 Prozent auf die deutschen
Katalogpreise, einschließlich des Teuerungszuschlages, vereinbart wor
den. Dieser Zuschlag darf jedoch nicht als solcher auf der Faktura be
zeichnet werden, sondern muß in den Preis einkalkuliert sein. Die Aus
fuhranträge sind mit dem deutschen Preis plus 100 Prozent Zuschlag
einzureichen. Es ist also der Berechnung der Listenpreis, der jetzt
für die Ware in Deutschland geforderte Teuerungszuschlag und ver
Aufschlag von 100 Prozent zugrunde zu legen.
Infolge der Entwicklung, welche die gesamte optisch-photo
graphische Industrie Deutschlands genommen hat, ist sie, wie aus
geführt wurde, in steigendem Maße auf den Export angewiesen.
Diesen Export uns zu erhalten, ist das vitalste Interesse unserer
Industrie und des Großhandels. Durch niedrige ausländische Zoll
sätze auf optisch-photographische Bedarfsartikel könnte der Export
leicht auf das Doppelte und Dreifache der Zeit vor dem Kriege
gebracht werden, während andererseits bei einem gänzlichen Fortfall
des Exports infolge verschlechterter Handelsbeziehungen zum Aus
lande eine Reihe Industriezweige mit hunderten von Arbeitern ver
nichtet würde, die, unterstützt und gefördert durch hervorragende Ge
lehrte, es mehr als ihre Konkurrenten in anderen Ländern verstanden
haben, den modernen Anforderungen zu entsprechen, die Wissenschaft,
Kunst und Technik auf dem weit verzweigten Gebiete der Optik und
Photographie stellen.