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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE
und ausschlaggebende, war meiner Ansicht nach in dem Son-
derheft von „Deutsches Land“ allzu bescheiden in den Hinter-
grund getreten.
Da die Inszenesetzung dieser Aktion erfolgte, als ich bereits
mit dem Abschluß meiner umfassenden Arbeit für dieses Werk
beschäftigt war, kann ich über den Erfolg der Werbung nichts
sagen. Ich habe mich nur persönlich davon überzeugt, daß die
vorerwähnten Ansichtskarten (Nach dem Theater, nach der
Abendunterhaltung) in den Restaurants der in in jener Zeit von
mir besuchten Hotels auflagen und bei den Gästen Beachtung
fanden. Auch bringe ich drei mit Preisen bedachte Plakate,
durch die ebenfalls für den deutschen Wein geworben werden
soll. Der Wettbewerb war vom Reichsausschuß für Wein-
propaganda, Berlin N, Friedrichstraße 136, veranstaltet worden.
Da ich die Meinung äußerte, daß das für den Hotelier und
Gastwirt Wichtigste: Die Werbung für den Besuch der Gast-
stälten, in der Sondernummer „Deutsches Land“ allzu beschei-
den im Hintergrund gestanden habe, so gebe ich nachstehend
eine feuvilletonistisch gehaltene, also hauptsächlich für die Ver-
breitung in der Tagespresse sowie in hbelletristischen Zeit-
schriften bestimmt gewesene Plauderei wieder, die ich eigens
für diesen Zweck im Auftrag der Anzeigenzentrale geschrieben
habe. Sie trifft, meiner unmaßgeblichen Meinung nach, auf
jeden Fall den eigentlichen Kern des Werbeproblems, denn sie
wirbt für den deutschen Wein, indem sie für den Besuch der
Hotels und Gaststätten nach dem Theater, nach der Abend-
unterhaltung wirbt, und indem sie an die schönen, nach-
ahmenswerten Beispiele aus der Vorkriegszeit erinnert, Weh-
mütig stimmende Beispiele, deren wir von der alten Generation
nur mit schmerzlicher Resignation gedenken.
Im Interesse der guten Sache wünsche ich dieser Plauderei,
die in ihrem Kern aber viel mehr als eine harmlose Skizze ist,
die allerweiteste Verbreitung im deutschen Blätterwald. Sie
könnte diese Verbreitung auch in anderen Ländern vertragen,
wo man auf die gleichen, zu beklagenden Erscheinungen stößt.
Ich gestatte also ohne weiteres den Abdruck, empfehle den
Hoteliers und Gastwirten, für möglichst starke Ausnützung
dieser Erlaubnis zu sorgen, indem sie befreundete ZeitungS-
redaktionen zum kostenlosen Abdruck ermuntern, und stelle
nur die eine selbstverständliche Bedingung, daß der Verfasser
genannt wird. Hier die Plauderei: