Full text : Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

Die  Unterstützungskasse  wird  von  dem  Vorstand  bezw.  dem
Kassenführer  der  Betriebskrankenkasse  verwaltet.  Jedes  Mitglied
desselben  hat  Recht  und  Pflicht,  Unterstützungsanträge  bei  allen
zu  seiner  Kenntnis  gelangten  Notständen,  selbstverständlich  unter
dem  Siegel  der  Verschwiegenheit,  zu  stellen.
Die  Einnahme  der  Unterstützungskasse  bestehen  größtenteils
aus  Zuwendungen  seitens  der  Firma.

4.  Kriegsunterstützung.
Seit  Ausbruch  des  Weltkrieges  gewährt  die  Firma  regelmäßige ­
  Kriegsunterstützungen  an  die  Familien  der  im  Felde
stehenden  Geschäftsangehörigen  nach  Maßgabe  der  Gehälter  bezw.
Wochenverdienste.
Die  Gesamtsumme  dieser  Unterstützungen  beläuft  sich  bis
heute  auf  ungefähr  240  000  Mark.
Hierbei  sei  auch  unter  besonderer  Anerkennung  der  hier  zugrunde ­
  liegenden  echt  kollegialen  Gesinnung  der  besonderen
Kriegsunterstützungen  gedacht,  welche  durch  regelmäßige
wöchentliche  bezw.  monatliche  Sammlungen  unter  dem  Geschäfts-Personal
  für  die  Familien  der  im  Felde  stehenden  Berufsgenossen
zusammengebracht  werden.  Die  Summe  der  seitens  des  Personals ­
  des  technischen  Betriebes  geleisteten  Kriegsunterstützungen ­
  belief  sich  bis  1.  Januar  1918  auf  20000  Mark.
Die  Sammlungen  unter  den  kauf  männischen  Bürobeamten
beliefen  sich  auf  1  970  Mark  und  diejenigen  unter  den  Kontor-Hilfsarbeitern
  auf  730  Mark.
Den  Daheimgebliebenen  half  die  Firma  die  schwierigen  Eruährungsverhältnisse
  für  sich  und  ihre  Familien  überwinden,
indem  sie  die  für  einen  kriegswichtigen  Betrieb  greifbaren  Lebensmittel ­
  namentlich  für  die  Winterversorgung  unter  beträchtlichen ­
  Zubußen  ihren  Angestellten  vermittelte.
5.  Die  Sparkasse.
Um  den  Geschäftsangehörigen,  sowohl  den  Bürobeamten  wie
dem  Personal  des  technischen  Betriebes,  Gelegenheit  zu  geben,
Q uf  möglichst  bequeme  Weise  und  zu  höheren  Zinsen  als  die
öffentlichen  Sparkassen  und  Bankhäuser  geben,  ihre  Ersparnisse
            
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