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Nach Warenkategorien betrachtet, gibt der Spezialhandel
für 1913 folgendes Bild:
Tabelle XVIII.
Warengattung
Einfuhr | Ausfuhr
(In Tausenden Fr.)
I. Lebende Tiere ....
6 .273
1,3 %
44.413
1,2 %
II. Getrankeu.Nahrungs-
mittel
1.034.822
20,5 „
327.663
8,8 „
111. Rohstoffe und Halb-
fabrikate
2.667.035
52,8 „
1.826.078
49,1 ,
IV. Fabrikate
869.478
n,a „
1.436.430
38,7 „
V. Kostbare Metalle. . .
413.251
8,2 „
81.230
2,2 „
(auch gemünzt)
In Übereinstimmung mit dem industriellen Charakter
unseres Landes überwiegt demnach die Einfuhr von Nahrungs-
mitteln, Rohstoffen und Halbfabrikaten, wâhrend die Ausfuhr
der letzteren diejenige der Fabrikate, für die wir immer noch
einigermaBen abhangig vom Auslande sind, merklich übersteigt.
Der beste Kunde Belgiens ist Deutschland. 1912 kauften
wir von ihm für 703120 000 Fr. Waren, wahrend wir ihrn für
1 007 469 000 Fr. verkauften, Gegen 1911 ist die Einfuhr um
16,7%, die Ausfuhr um 5% gestiegen, 45,9% dieser Einfuhr
bestehen aus Halbfabrikaten oder Rohstoffen für unsere In
dustrie, 45,4% aus Fabrikaten, Wir verkaufen Deutschland
hauptsâchlich Rohstoffe, Halbfabrikate und Nahrungsmittel;
die beiden erstercn zusammen bilden 63,7 % und letztere
14,2% vom Totalverkauf. Es ist vornehmlich durch den Ein-
fuhrhandel Antwerpens, daB dieser Prozentsatz eine solche
Hôhe erreicht. Die Ausfuhr von Fabrikaten betrâgt 19,2%.
Unsere Handelsbilanz mit Deutschland schlieBt demnach
um 304 Mill, Fr- zu unseren Gunsten ab. In Anbetracht unserer
ungünstigen finanziellen Lage, die unsere Nationalbank fort-
wahrend zwingt, sich in Frankreich mit Gold und Silber zu
versorgen, ist diese Tatsache nicht ohne Bedeutung.
An Zollgebühren hat unser Handel mit Deutschland der
beîgischen Staatskasse ungefâhr 20 200 000 Fr. zuflieBen lassen.
Die folgende Tabelle zeigt den Anteil Deutschlands am
Spezialhandel Belgiens mit dem Auslande wahrend der letzten
23 Jahre, AuBer der hervorragenden Stellung, die diesem