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Geldmenge und Wnarenpreise.
stellig’ung von Zahlungen nach dem Auslande, fehlt, und
daher der Preis des ungeprägten Metalles resp. der frem
den Münze nicht so hoch steht, dass es, was die Kosten
betrifft, auf eins hinausläuft, ob man ungeprägtes Metall
resp. fremde Münze oder aber einheimische Münze zu
Zahlungen nach dem Auslande verwendet.
Ja aber — so behauptete Ricardo zur Zeit des
berühmten „Rullionstreites“ — Edelmetall, sei es in
welcher Gestalt immer, wird nur dann exportirt oder
importirt, wenn der Werth desselben in dem einen
Lande ein höherer ist, als in dem anderen. Es ist das
ein Gesetz, welches für alle Waaren gilt. Wer wird
Edelmetall exportiren, wenn er es nicht auf einen bes
sern Markt schickt! Schon der mit dem Transport ver
bundenen Kosten wegen wird das Niemand thun. Und
nun gar Münze, bei welcher überdies der Schlagschatz
verloren geht. Wenn also Edelmetall oder Münze ex
portirt wird, so ist das immer ein Beweis dafür, dass die
Münze oder das Edelmetall in dem betreffenden Lande
vergleichsweise im Werthe gesunken ist, oder, was das
selbe, dass die Preise der Waaren daselbst vergleichs
weise gestiegen sind
58) Hi car do. The high price of bullion etc.: „T/te temptation
to export money in exchange for goods, or what is termed an unfavour-