Die Wohnungsfrage.
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daß die Arbeit nimmer von den Drohnen und Faullenzem
erwürgt wird. Wie treffend sagt Rodbertus:
„Das große Problem, das die soziale Frage einschließt, erweitert
sich zu folgendem Umfange: Auf friedlichem Wege
der Entwicklung die Gesellschaft aus unserer, lediglich auf
dem Grund- und Kapitaleigentum beruhenden, abgelebten
Staatenordnung, in die geschichtlich ihr folgende, auf dem
Verdienst- oder reinen Einkommenseigentum sich gründende,
schon in den meisten sozialen Verhältnissen wie zur Geburt
sich regende und rührende, höhere Staatenordnung allmählich
einzuführen. “
In ruhiger, behutsamer Weise, fußend auf der materialistischen
Geschichtsauffassung, werden wir an der Hand
der wirtschaftspolitischen Tatsachen prüfen, was in unseren
Zeiten des Eingreifens der staatlichen Gesetzgebung bedarf.
Da, wie wir sahen, die Wohnungsnot in den Städten zum
großen Teile mit dem beständigen Zuströmen der ländlichen
verarmten Bevölkerung zusammenhängt, so hat die Gesetzgebung
Sorge zu tragen, in großem Maßstabe die Ansiedelung,
und Seßhaftigkeit jener auf freiem Eigentume, auf kommunalem
und staatlichem Pacht- oder Rentengute zu fördern.
Die einzige Weise, den Bauern und Tagelöhnern die Früchte
ihrer Arbeit zu sichern, ist hier rücksichtsloses Vorgehen
gegen den privaten Bezug von Grundrente und Zins, gegen
den Latifundienbesitz und die Zinskapitalisten. Den Bauern
nehmen Pachten und Zinsen, welche bisher stets höher
stiegen, fast den Lohn der Arbeit fort, während infolge
der Verarmung der Volksmassen die Preise ihrer Produkte
sinken.
Wird die ländliche Bevölkerung wieder seßhaft, kommt
nach und nach alles Land nach Ausmerzung der Großgrundbesitzer
und Ausschluß der Kapitalisten vom Hypothekarkredit
in die Hände wirklicher Bauern, so hört nicht allein
der Zuzug zu den Städten auf, sondern es wird ein Abströmen
von Stadtbewohnern auf das Land stattfinden.
Ferner ist zu beachten, daß die Industrie schon vielfach.
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