Full text: Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 
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dal) Vorschläge auftreten, nach welchen die Einwanderung 
gleichsam unterbunden werden soll. Und doch könnten 
dort über eine Milliarde glücklicher Bürger ihres Daseins 
froh werden! 
Die hohen Schuldverpflichtungen, die sinkenden Preise 
der Produkte, die im Verhältnisse zu den Städten unge 
nügenden Löhne haben eine Unruhe und Unzufriedenheit in 
die ländliche Bevölkerung der Bauern und Arbeiter hinein 
gebracht, welche sie von der heimatlichen Scholle forttreibt. 
Diejenigen, welche aus dem Erlöse ihrer Wirtschaft noch 
Überschüsse haben, nehmen den Weg in fremde, größten 
teils transatlantische Länder, wo sie glauben, die Früchte 
ihres Fleißes noch finden zu können. Nun, daß auch diese 
Hoffnung heute nur in seltenen Fällen erfüllt wird und er 
füllt werden kann, ist wohl keinem so selbstredend, als dem, 
welcher die wirtschaftlichen Dinge im Lichte der Boden 
reform betrachtet. 
Diejenigen aber, denen nichts geblieben, um die Kosten 
einer weiten Reise zu bestreiten, ziehen in die großen 
Städte, wo sie in den Zentren der Industrie irgendwo Be 
schäftigung zu finden denken. Dieser Zuzug ist unter den 
heutigen Lohngesetzen einmal für die industriellen Arbeiter 
unheilvoll, da die nun gesteigerte Nachfrage der Arbeiter 
den Lohn notwendig drücken muß. Denn wo sind die 
Arbeiter auf die Dauer oder überhaupt so organisiert, daß 
sie bei rückläufigen Konjunkturen ihre Lohnforderung auf 
recht erhalten können ? Ferner aber ist infolge der Be 
wegung der Bevölkerung vom Lande in die Städte, welche 
wir seit Jahrzehnten bemerken, ein neues Element der 
Ausbeutung vermittelst der städtischen Bodenspe 
kulation aufgetreten. Früher wurde der Baugrund innerhalb 
des städtischen Weichbildes—wenn man von den Hauptstädten 
absieht — nur nach der naturalen Beschaffenheit bezahlt, 
da man eine „Lage“ wenig kannte. Seitdem aber der Strom 
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