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Sammelbücher.
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Kassenbuch
Memorial
»--> Sammelbuch »--> Hauptbuch.
Der Form nach sind paginierte, kontenförmige und tabel
larische Sammelbücher zu unterscheiden.
aa) Für paginierte Journale bestehen zwei Arten des Ver
fahrens: a) Man sammelt für jedes einzelne Konto zunächst
die Sollposten, dann die Habenposten. Man beginnt mit dem
ersten Soll-Konto des Memorials, z. B. Waren-Konto (S. 163)
und schreibt alle jene Beträge untereinander, für welche das
Waren-Konto im Memorial und im Kassenbuch (Ausgang)
Schuldner ist. Die Summe dieser Posten erst wird dem Waren-
Konto belastet. So verfährt man mit allen übrigen Konten.
Dann schließt man die in gleicher Weise gesammelten Haben
posten der einzelnen Konten an (vgl. das Beispiel S. 163; wir
nennen es das österreichische Verfahren x ). Die Buchungsposten,
Soll- und Habenposten, sind nach Konten und chronologisch ge
ordnet; jeder Buchungsposten wird zweimal „journalisiert“, ein
mal für die Debetseite des einen, ein zweites Mal für die Kredit
seite des Gegen-Kontos. Auf jedem Hauptbuch-Konto erscheint
für die betreffende Sammelperiode (meist monatlich) höchstens
je ein Betrag im Soll und im Haben des Kontos. Die Abkürzung
der Hauptbuchführung ist eine vollständige.
Schema a ):
A-Konto
Soll
an a-Konto
M. 1
b- „
,, 2,—
„ a- „
„ 3,—
„ c- „
4,—
» a- „
,, 5,—
„ b- „
.. 6,—
„ a- „
„ 7,—
ß) Das zweite — deutsche — Verfahren wird durch das
nachstehende Schema 2 ) und das Beispiel S. 164 gekennzeichnet;
1 ) Es wurde zuerst von Crüger (Kaufmann, 4. Teil; Der untrügliche
Buchhalter) 1837 gelehrt (nach Augspurg).
s ) Vgl. Hügli, Buchhaltungssysteme, S. 222, Schrott, Lehrbuch der
Verrechnungswissenschaft, S. 335 ff. (Kritik der summarischen Kon
tierung) .