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der Zeitungen auch i" ter Berücksichtigung größerer
Tragfähigkeit — cetera paribus — gerechten nur um
weniges höher angesetzt werden dürfen als die für geringwertige
Zeitungen. An Stelle der individuellen Behandlung jeder
Zeitung durch Belastung mit einem stets gleichen Prozentsatz
des Preises hätte der Tarif mehrere Wertklassen mit ivrung-
weise größer werdenden Abstufungen vorsehen müssen.
Anfangs machte sich die Schattenseite des Tarifs, die
ungerechte, ungleichmäßige Behandlung der einzelnen Zeitungen
verhältnismäßig noch nicht stark bemerkbar. Ende der 1840er
Jahre war das Jnseratenwesen erst so wenig entwickelt, daß
es keinen Ertrag liefern konnte, der auf die Gestaltung der
Zeitungs-Verlagspreise nennenswerten Einfluß gehabt hätte.
Maßgebend für die Bemessung der Preise waren überwiegend
die Produknonskosten der Verleger zuzüglich des gewöhnlichen
Gewinns. Selten erscheinende, aber teure Blätter, wie die
Zeitschriften, gab es noch wenig. Die Erhebung der Zeitungs
gebühr in Form eines prozentualen Zuschlags zum Einkanfs-
preise der Zeitungen traf daher die meisten Zeitungen zunächst
in annähernd gleicher Weise. Als sich jedoch vas Zeitungs
wesen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stärker
entwickelte und bei den Verlegern für die Preisbemessung
andere Gesichtspunkte Geltung gewannen, entsprachen die
Grundsätze, auf denen der Tarif beruhte, nicht mehr den
tatsächlichen Verhältnissen. Die Preise der Zeitungen kenn
zeichneten durchaus nicht mehr deren Tragfähigkeit, weil sie
durch die steigenden Erträge aus den» immer umfangreicher
werdenden Jnseratenwesen stark beeinflußt wurden. Je größere
Reinerträge eine Zeitung durch Inserate zu erzielen vermochte,
desto billiger konnte sie ihren Preis gestalten. Der prozentuale
Zuschlag zum Preis, den die Post als Zeitnngsgebühr erhob,
mußte dementsprechend alle die Blätter verhältnismäßig stark
belasten, die wegen hoher Geschäftskosten, wegen geringer
Bezieherzahl und mäßiger Inseraten-Ertrüge gezwungen waren,
ihre Preise hoch zu bemessen. Zu diesen Blättern gehörten
namentlich die Zeitschriften. Sie verursachten wegen ihres