Object : Die Geldvermehrung im Weltkriege und die Beseitigung ihrer Folgen

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fertige  Einkommens  steig  erringen  möglichst  zu  unterbinden.
Unsere  ganze  Kriegssinanzierung,  die  Art  der  Bezahlung  von
Kriegsleistungen,  die  Erhebung  von  Steuern,  namentlich  von
Kriegsgewinnsteuern,  wäre  eine  ganz  andere  gewesen;  viele  Argumente, ­
  die  man  gegen  die  letzteren  angeführt  hat  und  deren  Berücksichtigung ­
  sehr  ungünstig  gewirkt  hat,  wären  unterblieben.
An  einer  wirklichen  Einsicht  in  die  Zusammenhänge  von  Geld,
Preisen  und  Einkoimnen  hat  es  aber  völlig  gefehlt,  fehlt  es  heute
noch  in  dem  größten  Teil  der  Wissenschaft,  die  sich  seit  Jahrzehnten
im  wesentlichen  auf  die  Untersuchung  historischer  Kausalzusammenhänge ­
  beschränkte,  und  fehlt  es  erst  recht  natürlich  in  der  Praxis
des  Erwerbslebens  und  der  Staatsverwaltung.  In  keiner  der  zahllosen ­
  Erörterungen  über  die  Kriegs-  und  Übergangswirtschaft
habe  ich  die  hier  hervorgehobenen  Gesichtspunkte  auch  nur  angedeutet ­
  gefunden,  geschweige  denn,  daß  eine  wirklich  wissenschaftliche ­
  Begründung  geliefert  wurde.
Aber  noch  weiter.  Im  Weltkriege  haben  fast  mehr  als  die
Preissteigerungen  im  Inlands,  die  man  auf  die  natürlichen  Verhältniffe
  der  Abschließung  und  des  Mangels  an  Rohstoffen  und
Arbeitskräften  zurückführte,  die  Tatsachen  des  Valutarückganges ­
  die  Wissenschaft  beschäftigt.  Er  ist  in  der  Tat  eines  der
wichtigsten  Probleme,  die  sich  aus  dem  Kriege  überall  ergeben;
denn  es  ist  klar,  daß  der  internationale  Tauschverkehr,  auf  den
wir  und  alle  anderen  Nationen  angewiesen  sind,  außerordentlich
leiden  muß  unter  den  gewaltigen  Verschiebungen,  die  sich  in  der
Bewertung  der  Währungen  der  einzelnen  Länder  und  überhaupt
in  ihren  ausländischen  Forderungen  und  Schulden  vollzogen  haben.
Aber  gerade  hier  zeigt  sich  das  Versagen  der  bisherigen  Wirtschaststheorie
  und  die  herrschende  Unklarheit  über  die  wirtschaftlichen ­
  Zusammenhänge  in  erschreckender  Weise.  Die  extremsten
Ansichten  stehen  sich  hier  gegenüber  und  werden  in  einer  Weise
vertreten,  die  das  Anvermögen  der  heutigen  Wissenschaft,  die
Tauschvorgänge  richtig  zu  verstehen,  deutlich  erkennen  lassen.  Die
einen  behaupten,  daß  der  ausländische  Wechselktws  mit  dem  inländischen ­
  Preisniveau  gar  nichts  zu  tun  habe,  daß  er  einzig
und  allein  durch  die  Zahlungsbilanz  des  betreffenden  Landes
bestimmt  werde.  Die  anderen  dagegen  wollen  im  ausländischen
Wechselkurs  beit  Ausdruck  des  Amsangs  der  inländischen  Inflation
sinden  und  glauben,  die  Proportionalität  beider  statistisch  fest-
            
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