Buch III.
Interventionismus, Solidarismus und
Protektionismus.
I. Teil.
Der Interventionismus an den Universitäten.
1. Kapitel.
Vorläufer.
Als Vorläufer der hier zu besprechenden Volkswirte kommen
Sismondi und Dupont-White in Betracht. Eine Kontinuität
zwischen diesen und den neueren Interventionisten besteht jedoch
nicht.
Ch. L. Simonde de Sismondi (1773—1842)*) war der erste,
der die Stimme gegen die klassische Schule zu erheben wagte.
Wenn auch von italienischer Abstammung und meist in Genf
lebend, gehört er doch dem französischen Kulturkreise an.
Durch seine Methode greift er der historisch-realistischen
Schule vor. Er trat als Historiker an das wirtschaftliche Er-*)
Von Sismondis Schriften kommen für uns hauptsächlich in Betracht:
Nouveaux Principes ¿'Economie politique ou de la Richesse dans ses rapports avec
la Population, 2 Bde. Paris 1819 ; 2. wesentlich vermehrte Auflage, Paris 1827 ;
und Etudes sur l’Economie politique, 2 Bde. Paris 1836—38. — Vgl. den ausführlichen
bibliographischen Nachweis der Schriften Sismondis in dem vorzüglichen
Aufsatz von Ludwig Elster, Simonde de Sismondi, in Jahrbücher für
N.-Ök. u. Stat. Neue Folge, Bd. 14, 1887, p. 321—382. — Vgl. ferner zu
obigen Ausführungen: A. Aftalion, L’Oeuvre économique de Simonde de Sismondi,
Paris, Pedone, 1899. — Ch. Rist, Sismondi et les Origines de l’Ecole
critique, in: Histoire des doctrines économiques von Charles Gide und Charles
Rist, Paris, Larose, 1909, p. 197—229.