Full text : Die Nationalökonomie in Frankreich

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Der  Interventionismus  an  den  Universitäten

Physiokraten,  Ad.  Smith,  die  Pessimisten).  2.  Die  erste  Hälfte
des  XIX.  Jahrhunderts  oder  das  Aufkommen  der  Gegnerschaft
zur  klassischen  Schule  (Sismondi,  Saint-Simon,  der  assoziationistische
  Sozialismus,  Friedrich  List,  Proudhon).  3.  Die  Mitte
des  XIX.  Jahrhunderts  oder  die  Glanzperiode  des  Liberalismus
(Stuart  Mill,  Bastiat).  4.  Die  zweite  Hälfte  des  XIX.  Jahrhunderts, ­
  die  ein  vierfaches  Schisma  zur  Ausreise  brachte:  in  der
Richtung  der  Methode  die  historische  Schule;  in  der  Sozialpolitik ­
  den  Staatssozialismus  ;  bezüglich  der  grundlegenden  Auffassungen ­
  der  Wissenschaft  den  Marxismus,  endlich  durch  Einführung ­
  des  ethischen  Moments  in  die  Nationalökonomie  die
christlichen  Schulen.  5.  In  jüngster  Zeit  eine  Art  Revision  der
klassischen  Lehren  :  der  Hedonismus  (Walras  und  die  Österreicher) ­
  und  die  Anwendungen  der  Rententheorie  (Hermann,
Mangoldt,  Schäffle,  Menger,  Pareto;  Stuart  Mill,  Henry  George;
Gossen,  Walras;  Webb,  Fabian  society);  endlich  der  Solidarismus,
  der  eine  Brücke  zwischen  Individualismus  und  Sozialismus
schlagen  will,  und  der  Anarchismus,  der  den  Liberalismus  auf
die  Spitze  treibt.
Man  kann  natürlich  an  der  Auswahl  der  für  die  einzelnen
Epochen  in  den  Vordergrund  gestellten  Anschauungen  und
Autoren  manches  auszusetzen  finden;  wir  wollen  uns  jedoch
nicht  dabei  aufhalten  und  vielmehr  gebührend  betonen,  daß  dem
ganzen  Aufbau  des  Buches  entschieden  evoluì  ionistisch  e  Gesichtspunkte ­
  zugrunde  liegen.  Die  Tatgeschichte  wurde  nur  herangezogen, ­
  wo  es  unumgänglich  nötig  schien,  um  die  Erscheinungen
der  Ideengeschichte  zu  erklären.  An  Zitaten  wurde  nicht  gespart, ­
  um  die  Studierenden  der  Rechtsfakultäten,  für  die  das
Lehrbuch  in  erster  Linie  bestimmt  ist,  möglichst  in  direkte  Berührung ­
  mit  den  zur  Darstellung  gebrachten  Autoren  zu  bringen.
Das  reichhaltige,  monographische  Material,  das  sich  in  Frankreich ­
  besonders  seit  Ende  der  80er  Jahre  auf  dem  Gebiete  der
Ideengeschichte  angesammelt  hat,  wurde  in  ausgiebigem  Maße
verwertet,  so  daß  das  Lehrbuch  in  vielen  Einzelpunkten  Neues
bietet.
Die  von  Rist  verfaßten  Abschnitte  des  Werkes  offenbaren
einen  von  den  unmittelbaren,  realen  Tatsachen  abgewendeten
Geist,  der  sich  in  unermüdlichen  Ideenzergliederungen  gefällt.
Gide  fand  seinerseits  gerade  in  einer  ideengeschichtlichen  Arbeit
            
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