Erstes Kapitel.
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Die nähere Betrachtung des im Wertverhältnis zur Ware B ent-
haltenen Wertausdrucks der Ware A hat gezeigt, daß innerhalb des-
Selben die Naturalform der Ware A nur als Gestalt von Gebrauchs-
wert, die Naturalform der Ware B nur als Wertform oder Wertgestalt
gilt. Der in der Ware eingehüllte innere Gegensatz von Gebrauchs-
wert und Wert wird also dargestellt durch einen äusseren Gegen-
Satz, das heißt durch das Verhältnis zweier Waren, worin die eine
Ware, deren Wert ausgedrückt werden soll, unmittelbar nur als Ge-
brauchswert, die andere Ware hingegen, worin Wert ausgedrückt
wird, unmittelbar nur als Tauschwert gilt. Die einfache Wertform
einer Ware ist also die einfache Erscheinungsform des in ihr ent-
haltenen Gegensatzes von Gebrauchswert und Wert:
Das Arbeitsprodukt ist in allen gesellschaftlichen Zuständen Ge-
brauchsgegenstand, aber nur eine historisch bestimmte Entwicklungs-
epoche, welche die in der Produktion eines Gebrauchsdinges veraus-
gabte Arbeit als seine „gegenständliche“ Eigenschaft darstellt, das
heißt als seinen Wert, verwandelt das Arbeitsprodukt in Ware. Es
folgt daher, daß die einfache Wertform der Ware zugleich die ein-
fache Warenform des Arbeitsprodukts ist, daß also auch die Ent-
Wicklung der Warenform mit der Entwicklung der Wertform zu-
Sammenfällt.
Der erste Blick zeigt das Unzulängliche der einfachen Wertform,
dieser Keimform, die erst durch eine Reihe von Metamorphosen
[Verwandlungen] zur Preisform heranreift.
Der Ausdruck in irgendwelcher Ware B unterscheidet den Wer!
der Ware A nur von ihrem eigenen Gebrauchswert und setzt sie
daher auch nur in ein Austauschverhältnis zu irgendeiner einzelnen
von ihr selbst verschiedenen Warenart, statt ihre qualitative Gleich-
heit und quantitative Proportionalität mit allen andern Waren dar-
zustellen. Der einfachen relativen Wertform einer Ware entspricht
die einzelne Aequivalentform einer andern Ware. So besitzt der
Rock, im relativen Wertausdruck der Leinwand, nur Aequivalent-
form oder Form unmittelbarer Austauschbarkeit mit Bezug auf diese
Sinzelne Warenart Leinwand.
_ Indes geht die einzelne Wertiorm von selbst in eine voll
Sländigere Form über. Vermittels derselben wird der Wert einer
Ware A zwar in nur einer Ware von anderer Art ausgedrückt.
Welcher "Art aber diese zweite Ware, ob Rock, ob Eisen, ob
Weizen usw., ist durchaus gleichgültig. Je nachdem sie also zu dieser
Oder jener andern Warenart in ein Wertverhältnis tritt, entstehen
Verschiedene einfache Wertausdrücke ein und derselben Ware.??*
Die Anzahl ihrer möglichen Wertausdrücke ist nur beschränkt durch
die Anzahl von ihr verschiedener Warenarten. Ihr vereinzelter
Wertausdruck verwandelt sich daher in die stets verlängerbare Reihe
Ihrer verschiedenen einfachen Wertausdrücke.
Dı 22b „Note zur 2. Ausgabe. Zum Beispiel bei Homer wird der Wert eines
inges in einer Reihe verschiedener Dinge ausgedrückt.