Präsidenten sprechen und die Sache beilegen. Er
sagte Roosevelt, wenn es der Regierung von Washing-
ton Unannehmlichkeiten ersparen und die Aufrecht-
erhaltung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen
China und den Vereinigten Staaten ermöglichen würde,
so wären die amerikanischen Kapitalisten gern bereit,
auf die Konzession zu verzichten, nur müsse sich
China verpflichten, die bereits gemachten tatsäch-
lichen Ausgaben zurückzuerstatten, Roosevelt war
über diesen Ausweg außerordentlich erfreut, die Kon-
zessionen wurden zurückgezogen und die chinesische
Regierung verpflichtete sich, den amerikanischen Kon-
zessionären ihre Kosten voll zu erstatten.
Zwei Jahre später aber machte die chinesische Re-
gierung ausländischen Banken den Vorschlag, eine An-
leihe im Betrage von 50 Millionen Dollar zum Bau von
Eisenbahnen in zweien der wichtigeren Provinzen zu
übernehmen. Obwohl diese Anleihe nicht direkt eine
Staatsanleihe war, sollte doch der chinesische Staat
für Kapital und Zinsen garantieren. Nun begann
wieder die diplomatische Korrespondenz, da an-
scheinend die Vereinigten Staaten nicht an der An-
leihe beteiligt werden sollten. Nach langen diplo-
matischen Kämpfen kam man überein, daß sich die
Vereinigten Staaten mit Deutschland, Frankreich und
England — die damals die wichtigsten Geldgroßmächte
der Welt waren — zu gleichen Teilen in die Anleihe
teilen sollten. Ein von Morgan gebildetes Konsortium
übernahm den amerikanischen Anteil der Anleihe,
Diese Transaktionen befestigten Morgans Einfluß
in der internationalen Hochfinanz immer mehr, Er war
der erste Amerikaner, der sich neben die schon ein
Jahrhundert alte Bankierfamilie der Rothschilds stellen
konnte, der erste amerikanische Bankier, der mit aus-
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