Full text: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

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Teil II. Korn-Giroverkehr. 
CTapoç Toö Kupiou, 0aújq)i T. ATro\Xiu(vitu) Ei)tuxíò(ou) 
dpT(aßriv) fípiíTu Té[T]apT(ov) xoí{viKaç) èvvéa, T(ívovTai) è7T(i 
TÒ auTÒ) (íTupoO) a (npicru xéiapTov) x(oíviKeç) 0. Xpó(voç) 
ó a(ÚTÓç)^ 
Demetrios gibt Anweisung, daß an Apollonios, der wahrschein 
lich Pächter der oòcría ZeveK(iavb) ist, V2 Artabe Weizen, und an 
einen anderen Apollonios V2V4 Artabe und 9 Choinikes Weizen 
gezahlt werden sollen. Mittels hatte am Schlüsse der zweiten An 
weisung statt XPÓ(voç) ó a(ÚTÓç) zunächst gelesen: Xo(iàK) íã. Da 
aber die erste Anweisung vom 10. Phaophi datiert, würde zwischen 
beiden Daten ein Zeitraum von 2 Monaten liegen. Giroanweisungen 
und Schecks mußten aber, wie unten (S. 126) näher auseinander 
gesetzt werden wird, innerhalb des Ausstellungsmonats an den 
Speicher eingereicht werden; schon aus diesem Grunde ist also 
ein so langer Zwischenzeitraum nicht möglich. Daher entspricht 
die Wückensche Berichtigung auch sachlich den Verhältnissen. 
Eine Giroanweisung, die der Erklärung besondere Schwie 
rigkeiten bereitet, ist P. Lips. 1116 (122/3 n. Chr.)^: 
[ ] ©eaTeyei .••[ ] xoTrapxíaç 
tboßdiou (?) TÓTr(ujv) [xaipeiv. AiauJiciXov âç êxeiç pou 
[èv Gépari] (irupoO) TEvppaTOç toö èv€(TTiíjT(oç) [Z (ëxouç) 
'AòpiJçivoO TOÖ Kupíou Apcrivór) 0éu)v(oç) [djç* èàv aípf|Tai 
êEu) ítpaKTopeíaç TTaßepKri TÓ‘n:(ujv) (irupoô) v€, T(ívovTai) 
(TTupoô) TrevTiÍKOvia Trévie outrai dirò Oépaioç Aiovu- 
ffíou ZapaTTÍujvoç. 
(2. Hand) 0 é uj v’AxiX(Xéujç) Gea^évei (riToX(ÓTiu) ZiTK(e(pcî) 
tÓ7t(ujv) xa(ípeiv). AiátrreiXçv dtp’ div êxeiç èv 0épa(Ti) 
(TTupoô) T(€v)r|(paTOç) toö èvetTTÔiTOç l (Itouç) AòpiavoO 
Kaíffapoç toö Kupíou AptTivóri 0éujv(oç) lEo» TTpoKTOppaç 
TTaß(epKri) T(ó)Tr(iuv) dpxdßag eikoai píav, T(ívovTai) {rrupoô) 
Ka. 0éuüv (rea(ripEÍiupai). 
Das sind wiederum zwei Anweisungen auf einem einzigen 
Blatte, aber sie rühren von zwei verschiedenen Händen her. 
Aussteller der zweiten Anweisung ist Géuuv, der auch am Schlüsse 
nochmals unterzeichnet; er sagt dtp’ ibv ëxeiç èv 0épaTi, nicht etwa 
‘ Berichtigung von Wilcken, Archiv III S. 569. 
2 vgl. die Berichtigungen von Wilcken, Archiv IV S. 485 f. 
3 Ich setze [â]ç vermutungsweise. Wilcken vermutet [ib]ç.
	        
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