Full text: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

Abschn. 52. Die biaTpaq)ii für Vererbpachtung. 
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pioç Trig ©OTCTÚTou^ oÍKÍaç èv Aiòç rroXei irji peYáXni 
XpucroTTÓXei èv túji oltto Xißog |uépei toO tcíxouç toO ’AttoX- 
Xujvieíou Trig cruvTipncreujg oucrrig (òpaxpâiv) a t[ò] Ka0fÍKov 
eig^ TÒ èfKÚKXiov ktX. 
Hier fehlen zwar hinter ßacnXei die Worte eig tòv lòiov Xóyov, 
die wir oben (S. 242) fanden; es ist aber gleichwohl nicht zweifel 
haft, daß die Vererbpachtung hier ebenfalls das kgl. Hausgnt be 
trifft. Yererbpachtung liegt sicher vor, da der Schätzungsaus 
schuß® in Tätigkeit getreten ist (rriç cruvTipnUELug ouurig ktX.). 
Eine Erbpachtkassenverfügung (òiaYpacpp) wird auch erlassen, 
wenn Erbpachtland auf Grund einer cruYYPctTn bóaetug, d. i. 
auf Grund einer Schenkung von Todes wegen^ vergeben wird. 
BGH. 993 (127 v. Ohr.) ist eine cruYYpaTH öoffeujg. Nichts deutet 
in der ganzen Urkunde darauf hin, daß das verschenkte Ackerland 
ein Erbpachtland ist. Wir werden darauf nur aufmerksam gemacht 
durch eine Wendung in der am Schlüsse angefügten Quittung der 
Staatskasse über bezahlte Umsatzsteuer, die für solche Schenkungen, 
gleichwie für Käufe, fällig ist. Diese Quittung (BGU. 993 Kol. IV) 
lautet : 
' Eroug pY Mecropf) xß. Té(TaKTai) èm Tf|v èv 'Epp{iOv0ei) 
Tpá(TTeZ:av), ècp’ fjg 'Hpa(KXeíònç), % èvKu(KXíou) xarà Tng 
Trapà Aucnpáxoo oÍKo(vópou) xai ’A,ueviJÚ0rig ó TOTroYpappa- 
(T€Úg) <òiaYpa(pfiv>^ òócreuug Tacrfipig Yev0ú)Tou xai Tffev- 
vhaig uávTUJV tüùv Yev0ú)TOu ÚTrapxóvTuuv xa0’ pv èTropcraTO 
auTttíg (TuvYpa(cpnv) òóaetng TeTi(pnpévtJuv) xa(Xxoú) (raXáv- 
Tinv) ß Té(Xog) xxKíaç a, Y(ívovTai) (òpaxpal) <à>(T. 
Zu deutsch: „Im Jahre 43, am 22.Mesore. Bezahlt haben» an 
die unter der Leitung des Herakleides stehende Staatskasse in 
Hermonthis den Zehnten der Umsatzsteuer, auf Grund der vom 
Ökonomen Lysimachos und vom Bezirksschreiber Amenothes erlas 
senen Schenkungsverfügung (KassenVerfügung), Tasemis, Tochter 
des Psenthotes, und Tsennesis für sämtliche Habe des Psenthotes 
nach Maßgabe der Schenkungsurkunde, die er ihnen aufgesetzt hat. 
‘ Berichtigung von Wilcken, Archiv IV S. 528. 
* Vgl. P. Straßb. I S. 55. 
® Gradenwitz, Berl. phil. Wochenschr. 1906 Sp. 1348. 
* Ergänzt von Wilcken, BGU. III S. 9. 
® Die Zahler sind die beiden Frauen ; daher muß im Texte eigentlich 
Te(TaYpévai eiaiv) aufgelöst werden.
	        
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