Full text: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

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Absclm. 78. Quittung des Besitzamtes unter der a-rrofpacpn. 397 
Kai u)lIÎv, ïv’ eiórjie Tf|V òirápxoucrav auTÚJ ék tújv vÓ)íujv dréXiav 
Ktti Tf|v óéoucrav TtapáBecriv rroiiííTriffGe Tip ôvópaTi aÙToû, 
eiriaTeWexai òpiv ktX. Als Beweisstück fügt der Rat diesem An 
schreiben die von Apollodidymos an den Rat eingereichte Urkunde 
bei, sodaß 1074 die Anlage zu 1073 bildete 
Die Wendung 'dTroYpdcpogai Trpiúxujç* kommt nicht nur in 
díTOYpaqpaí über ererbten Neubesitz vor (siehe oben S. 389), sondern 
auch in dnoTpacpai über erworbenen Neubesitz 
Die Beeidigung der freiwilligen ànoYpacpri findet sich bei 
Kauf-dnoTpacpai, Pfand-dnoTpacpai und Erbschafts-diTOTpacpai aus 
Oxyrhynchos 3, Hennupolis ^ und Antinoupolis ^ — vgl. oben S. 306 
die Beeidigung der Anträge auf Erteilung des èrrícrxaXpa —, sie 
fehlt aber auch in solchen dnoYpacpai aus Oxyrhynchos® und aus 
dem Faijum'^. Dieselben Ungleichmäßigkeiten findet man bei den 
Pflicht-dnoYpacpai an das Besitzamt; so enthalten z. B. P. Oxy. III 
482 und IV 715 den Eid, P. Oxy. 1 72, 11 247 bis 249, ITI 481 usw. 
dagegen nicht 
Abschnitt 78. 
Quittung des Besitzamtes unter der dnoYpacpp. 
Die Bescheinigungen und Dienstvermerke unterhalb der 
pflichtmäßigen dTroYpaqpai dienen in der Regel den Zwecken 
des Dienstbetriebes (vgl. Wilcken, Ostraka I S. 474ff.); unterhalb 
der freiwilligen dxroYpaqpai sind die Quittungen für den Privat 
mann bestimmt, der die dnoYpacpii an das Besitzamt eingeliefert hat. 
Die freiwillige dnoYpaqpp muß in zwei gleichlautenden 
Ausfertigungen an das Besitzamt eingereicht werden, von denen 
das Besitzamt die eine zu seinen Akten bringt, die andere aber, 
versehen mit einer Empfangsbescheinigung, an den Melder 
‘ Viereck, Klio VIII S. 424. 
* P. Teb. II 323 (127 n. Chr.); 472 (120 n. Chr.). 
P. Oxy. I 75 (129 n. Chr.). 
* P. Lips. I 3 Kol. II (256 n. Chr.) ; 8 (220 n. Chr.) ; 9 (233 n. Chr.) ; 
P. Lond. III S. 118 Nr. 940 (226 n. Chr.); S. 119 Nr. 941 (227 n. Chr.); S. 120 
Nr. 945 (231 n. Chr.). 
® P. Straßb. I 34 (um 190 n. Chr.). 
® P. Oxy. IV 713 (97 n. Chr.). 
’’ BGU. 1034 (3. Jahrh. n. Chr.) ; P. Teb. II 323 (127 n. Chr.) ; 472 (um 
121 n. Chr.) usw.
	        
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