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wenn etwas ähnliches passierte, und wandten alle denkbaren Mittel
an, um die zufällige Entdeckung von Steinkohlenlagerungen und dergl.
zu verbergen 1 . Ein anderes Gesetz verbot, wenigstens offiziell, jeder
mann außer den Angehörigen des Kosakenstandes, sich mit dem
Bergbau zu beschäftigen 1 2 . Diese beiden Gesetze bildeten das große
Hindernis der Übernahme der Steinkohlenförderung durch Privat
personen, ja sie machten das fast unmöglich. Sie wurden erst nach
dem Zusammenbruch des Leibeigenschaftssystems, im Jahre 1864
abgeschafft.
Nach dem neueingeführten Gesetze wurden alle im Donkosaken
gebiete befindlichen Gegenden in zwei Gruppen geteilt. Zur ersten
gehört das Privat- und Gemeindeeigentum, zur zweiten das Eigen
tum des Kosakenstandes. Die Privateigentümer und die Gemeinden
hatten jetzt das ausschließliche Recht auf die Bodenschätze ihrer
Grundstücke. Im Zusammenhänge damit durften die Bergunter
nehmer ihre Verträge nur mit letzteren abschließen. Diejenigen
Bergleute, welche im eigentlichen Kosakengebiete Bergbau betreiben
wollten, hatten gewisse relativ einfache Bedingungen zu erfüllen 3 .
Jetzt war auch Privatpersonen die Möglichkeit gegeben, sich mit
dem Bergbau zu beschäftigen. Als Folge entstand im Donezbassin,
besonders nach dem Bau der ersten Eisenbahnlinie, eine lebhafte
Unternehinungstätigkeit.
Kapitel III.
Die Zeit von 1870 bis 1885.
1. Die Gründung der ersten privaten Werke.
Die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen, die in der
Zeit nach der Bauernbefreiung zur Geltung kamen, ermöglichten
auch der südrussischen Eisenindustrie, neue Bahnen einzuschlagen.
Seit dieser Zeit fing sie an, sich als kapitalistische Großindustrie zu
entwickeln.
Schon am Ende der 60er Jahre lassen sich die ernsten Be
mühungen der Regierung beobachten, den Eisenbahnbau ausschließ
lich mit heimischen Materialien zu ermöglichen. Noch im Jahre 1866
erließ die Regierung einen entsprechenden ükas. Einen weiteren
Ausdruck fand dieses Bestreben in dem Ukas von 1876, der eine
Prämie auf jedes innerhalb Rußlands hergestellte Pud Stahlschienen
1 Felkner, a. a. 0., S. 7.
2 Pelkner, a. a. 0., S. 8.
3 Strukgoff, a. a. -0., S. 211 u. 212.