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Steppe gerufen, — dort bleibt ein allmähliches Werden entsprechend
der Beschränktheit des einheimischen Kapitals in kleineren Betrieben
stecken; hier wurden Großbetriebe ersten Banges und alle Errungen
schaften der neuesten Technik mit einem Schlage durch ausländisches
Kapital auf dem Boden „Neurußlands' 1 hingesetzt — dort wird der
Verkehr noch heute vermittelt durch Floß und Achse; hier herrscht,
ohne daß die Landstraße voranging, der Schienenweg 1 “.
Kapitel VI.
Die Krisis in der südrussisehen Eisenindustrie im
Jahre 1901 und in den folgenden Jahren.
1. Die Voraussetzungen der Krisis.
a) Allgemeine Krisis in Kußland im Jahre 1901.
Seitdem Rußland in die Sphäre der kapitalistischen Produktions
verhältnisse eingetreten war, mußte auch seine Volkswirtschaft dem
Gesetze der kapitalistischen Entwicklung gemäß den periodischen
W echsel der Krisis und der Prosperität erfahren.
Die Hochkonjunktur in der südrussischen Eisenindustrie der
90 er Jahre endete mit der Krisis vom Jahre 1901. Die Krisis, die
etwa zwei Jahre dauerte, muß als eine gesonderte Periode in der
Geschichte der Eisenindustrie betrachtet und in diesem Kapitel ihr
Verlauf und ihre Ursachen dargestellt werden. Die hier einge
tretene Überproduktion steht im engsten Zusammenhänge mit der
damals in Rußland ausgebrochenen allgemeinen Krisis. Das nötigt
dazu, bei der Erörterung der Verhältnisse in der südrussischen Eisen
industrie die allgemeine wirtschaftliche Lage Rußlands zu berück
sichtigen.
Den kapitalistischen Aufschwung, der in der Periode der 90 er
Jahre in der Eisenindustrie herrschte, beobachten wir auch in der
gesamten russischen Industrie zu dieser Zeit. Man kann vielleicht
sagen, daß erst im Laufe dieser Periode der industrielle Kapitalismus
in Rußland sein klares Gepräge erhielt. Obwohl die kapitalistische
Entwicklung schon in den 60 er und 70 er Jahren zur Geltung gekommen
war, hat diese Periode doch als eine vorbereitende zu gelten. Sie
hat im großen und ganzen die zwei für die kapitalistische Ent
wicklung wichtigen Voraussetzungen geschaffen: erstens die Ein
1 Schulze-Gävernitz, a. a. O., S. 290.