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und ebenso die Manlich grössere Summen und Waren. Am
9. September 1516 hat ihm dann der Kaiser dafür 5000 Jl
Silber (ä 8 fl 27 kr) verkauft 1 ). Auf grössere Darlehen liess
sich jedoch Paumgartner nicht ein, da ihm Maximilian noch
eine Summe für Formschneiden schuldig war 2 ). Wahrscheinlich
hatte Paumgartner Zahlungen an einige Augsburger Künstler
wie Burgkmair, Amberger u. a. gemacht, die bekanntlich für
den Kaiser arbeiteten.
Bei der argen, von Jansen bereits geschilderten Zerrüttung
der Finanzen blieb schliesslich, da die Metalle den Fuggern
verschrieben waren, nichts übrig, als andere Einnahmequellen
Tirols zu verpfänden. Hier tritt im Jahre 1517 auch Hans
Paumgartner d. Ae. nochmals als Geldgeber auf. Nachdem
am 1. Januar die Fugger zur Abfertigung des Kriegs Volks in
Verona um 18 000 fl angesprochen worden waren, liehen am
17. Januar Anton Welser 4000 fl, Hans Paumgartner d. Ae.
3000, Lucas Gassner 2000, Philipp Adler 7500 und Jacob Vil-
linger 2000 fl. Sie alle wurden damit auf das Pfannhaus zu
Hall, also den Salzertrag, verwiesen 3 ). Im Februar des gleichen
Jahres erklärte sich Hans Paumgartner d. J. bereit, der Re
gierung 6000 fl auf drei Monate zu leihen. Dieses Anerbieten
wurde mit Dank am 25. Februar angenommen und Paumgartner
in Aussicht gestellt, man werde ihn bei künftigen Silber- und
Kupferkäufen besonders berücksichtigen 4 ). Am 6. März bat
die Kammer dann den Kaufmann, er möge das Geld herein
schicken. Da man genötigt gewesen wäre, zur Zurückzahlung
der 6000 fl bei den Fuggern Geld aufzunehmen, so liess sich
Paumgartner am 1. September dazu herbei, mit seinen 6000 fl
noch stillzustehen und dazu weiter noch 2000 fl bar und für
2000 fl Seidenwaren darzustrecken. Die ganze Summe (10 000 fl)
sollte ihm nächste Lichtmess mit 200 fl Zins zurückbezahlt
werden 5 6 ). Auffallend ist die Zuvorkommenheit, die der junge
Paumgartner hier der Tiroler Finanzbehörde gegenüber zeigt.
Er ging dabei gewiss von dem Gedanken aus, dass man be
q Innsbruck, Statthaltereiarchiv: Missiven (1516) fol. 408.
2 ) Jansen: Jacob Fugger d. R. S. 117.
3 ) Innsbruck, Statthaltereiarchiv: Entbieten u. Befehl (1517)
fol. SS-
*) Ebenda: Gemain Missiven (15x7) fol. 131 u. 140.
6 ) Ebenda fol. 68.