Object: Preußisches Landbuch

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Schumann, 
Erzpriester zu Rastenburg, lcgirte (1763, 1770) 4200 Fl. zu dem 
Hwcck, daß wenn von seiner oder seiner Gattin Familie sich geschickte 
junge Leute zum Stndiren fänden, diese die Zinsen als Stipendium 
genießen sollten. Nächstdem sollen drei Studirende der Theologie, 
welche aus Rastenburg oder der dortigen Diözese gebürtig, und unter 
solchen vorzüglich die' Söhne armer Prediger, Schullehrer und^Prä- 
centoren, vorzüglicher aber noch die, welche ans der Rastenburger schule 
vorbereitet, auf zwei Jahre in oen Genuß von 20 Thlr. kommen. 
Das Kapital betrug im Jahre 1838 (Koch ll. 557) 1360, 
dessen Zinsen, mit 45 Thlr., an brei. Stipendiaten vertheilt wurden. 
Schummelsche Şchlckêttwenkasse zu Breslau. 
Ein schlesisches Institut, zu welchem der Beitritt Lehrern aller Kate 
gorien ohne Rücksicht auf das christliche Bekenntniß freisteht. Das 
Institut hatte 1858 ein Vermögen von 14,000 Thlr.; unterstützt 
wurden 100 Wittwen mit 627 Thlr. Unter dem Vermögen befinden 
sich einige Legate von Grabs, Menzel, Sachs, v. Löwenheim 
u. A. Vgl. Schnllehrer-Wittwenkasse zn Breslau. 
Schnnksche Stiftung, 
im Jahre 1857 aus dem Nachlasse der zn Pusfendorf (Geilenkirchen) 
ş Marie Sybille Schunk errichtet. Das Objekt bestand in einer 
Acker-Parzelle von 1500 Thlr. Werth zu Puffeudorf. Von den Re- 
venüen sollen jährlich zwei arme Kinder des Orts bei ihrer ersten 
Kommunion gekleidet und 100 Scheffel Kohlen unter die Armen ver 
theilt werden; der Rest soll denjenigen Armen zu Gute kommen, welche 
den gestifteten Anniversarien und Lesemesien für die rc. Schunk bei 
wohnen würden. 
Schunksches Legat 
bei der Barfüßer-Kirche zn Erfurt ; die Zinsen kommen mit 11—12 
Thlr. jährlich einer geistlichen Wittwe zu Gute. 
Ş ch u r i ch t, 
Auktions-Kommissarius und Gerichts-Taxator zu Jüterbog (t 1857) 
sehte den Armen und Schulen des Orts 1500 Thlr. mit der Bestim 
mung aus, daß die Zinsen von 500 Thlr. jährlich zu Weihnachten als 
eine Spende all die Armen vertheilt, von den übrigen Zinsen jährlich 
10 Thlr. an zwei arme fleißige Kinder zur Beschaffung von Kleidungs 
stücken bei der Einsegnung vertheilt, der Rest zu Schul-Präinien ver 
wendet werde. Sein übriges-Vermögeu im Betrage von 6500 Thlr. 
vermachte Erblasser der Stadt mit der Bestimmung, dasselbe nach Ver 
lauf von 10 Jahren, innerhalb deren die Zinsen zum Kapital zn schla 
gen, zur Errichtung eines Krankenhauses oder Hospitals oder beider 
Institute zugleich zu verwenden. 
Schuster-Begräbnißkasse zu Wernigerode, 
1759 errichtet. Sie zahlt 19j Thlr. Begräbnißgeld und hat 1250
	        
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