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m»d»nrb«>t Gesetzesvorschriften die kindliche Arbeitskraft ausgebeutet
wird; die Stickerei ist wegen der übermäßigen
Kinderarbeit geradezu berüchtigt. Der ständige
Aufenthalt in ungesunden Räumen und die Überarbeitung
schädigen die körperliche und geistige Entwicklung
der Kinder; das ist zweifellos die schlimmste
Begleiterscheinung der Hausindustrie.
9. Industrie und Lsndwirtlchakt.
Lottdsiucht Je mächtiger die Industrie anwuchs, desto stärker
war ihre Wirkung auf den Landbau. Mißmutig
sah der Bauer die Arbeiter scharenweise die Scholle
verlassen und den Städten und Jndustrieorten zueilen,
Ivo sie bei gesetzlich beschränkter Arbeitszeit
und höherem Lohn ihre Lage zu bessern vermeinten.
Infolge der Landflucht trat im Bauernstand Arbeitermangel
ein, der die Löhne in die Höhe trieb
und die landwirtschaftliche Produktion verteuerte.
Günstiger war die Stimmung des Bauern meist gegenüber
solchen Unternehmen, an denen er als Lieferant
direkt interessiert war, wie Konservenfabriken,
Milchsiedereien, Zuckerfabrik Aarberg. Wie der
Zug nach der Stadt den Übergang vom Getreidebau
zu Wiesenbau und Viehzucht beschleunigte, ist im
Abschnitt über die Landwirtschaft gesagt worden.
Jsrd-ru-g Im ganzen genommen hat der Aufschwung der
wirgchaft Industrie auch den Landbau mächtig gefördert. Mit
der starken Zunahme der industriellen Bevölkerung
fanden die Lebensmittel immer besseren Absatz und
stiegen im Preise. Die verstärkte Nachfrage spornte
zu einem sorgfältigen, auf größten Ertrag gerichteten
Bodenbau an und steigerte den Wert des
landwirtschaftlichen Grundbesitzes. Will der Landwirt
seine Erzeugnisse vorteilhaft verkaufen, so muß
die Zufuhr aus dem Ausland zurückgedämmt werden;
ihm ist mit hohen Einfuhrzöllen auf die Le-