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der Chaumont ob Reuenburg, sind so wohl erhal
ten, als ob ihr Gewölbe erst jüngst entstanden wäre.
So gewaltig und eindrucksvoll die Gebirge sich auf
türmen, so bescheiden ist ihre Höhe im Vergleich zur
Größe der Erde. Auf einem Erdglobus von 3 m
Durchmesser müßten die Alpen als eine Erhöhung
von nur 1 mm erscheinen.
1. Die Alpen.
In einem großen, nach Süden offenen Bogen
zieht das Alpengebirge vom Mittelländischen Meer
bis zum Durchbruch der Donau bei Wien. Die
Schweiz besitzt davon das Mittelstück vom Mont
Dolent in der Montblancgruppe im Westen bis
an die Ortlergruppe im Osten, und zwar die Nord
abdachung und die innern Landschaften des Gebir
ges, sowie am Südhang die Partie von Simpeln
und Gondo an der Simplonstraße, das Tessin und die
bündnerischen Täler Bergell, Puschlav und Mün
stertal; der übrige Teil der Südabdachung gehört
zu Italien.
Nach der Art des Gesteins bauen sich die Alpen
aus drei deutlich unterschiedenen Längszonen aus.
Den mittlern und am höchsten aufragenden Teil
des Gebirges setzen die Urgesteine zusammen: Gra
nit, Gneis, Glimmerschiefer. Längs dieses Kern
stückes ziehen zwei Zonen aus Kalkstein, unter
mischt mit weichern Mergeln und Mergelschiefern
(Flysch), die als weich geformte, rundliche Höhen
die schroff ansteigenden Kalkstöckc umschließen und
auf ihrer fruchtbaren Verwitterungserde saftige
Weiden tragen. Auf der Südseite der Alpen reicht
der Kalkgürtel von Osten her nur bis an den
Schweizer
Gesteins-