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Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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Bibliographic data

fullscreen: Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

Monograph

Identifikator:
1002734533
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15765
Document type:
Monograph
Author:
Schloesser, Robert http://d-nb.info/gnd/117329711
Title:
Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung
Place of publication:
Mannheim
Publisher:
J. Bensheimer
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (217 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Güterverteilung der Konsumgenossenschaften
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der historische Materialismus
  • Title page
  • I. Die Aufgabe der Schrift
  • II. Was der historische Materialismus nicht ist
  • III. Inhalt der Lehre
  • IV. Unsere Beispiele
  • V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
  • IV. [i.E. VI.] Schluß

Full text

hres Denkens den herrschenden Klassen folgen. Davon 
war der Patriotismus früher — und st er heute bei vielen 
och ⸗ein llares Beispiel. Die herrschenden Ideen einer 
Zeit“ sagt Marx, „waren immer die Ideen der herrscheu— 
den Klassen.“ Sobald die unterdrückte Klasse aber eine Ge— 
egenheit sieht, zum Beispiel in Zeiten einer Revolution, 
kommt sie mit ihrem eigenen tiefsten Interesse zum Vor 
chein, kehrt sie ihre tiefste Seele hervor und verwirft die 
ihr von den Herrschenden aufgenötigten Ideen. Und in 
dem Maße, wie eine Klasse allmählich stärker wird, so daß 
sie ihre eigenen Interessen verteidigen kann, gelaugt ihre 
Gefühls- und Gedankenwelt immer kräftiger un schließlich 
kühn und offen ohne falsche Scham zum Ausdruck 
Wir gehen jetzt zu den „höheren“ Gebieten der Sitt— 
lichkeit über, Der Drang des Albeiters nach Entwicklung, 
der Drang der Frau nach gesellschaftlicher Gleichberech— 
tigung mit dem Manne, die Vaterlandsliebe, sie sind alle 
nur niedere Empfindungen gegenüber der Uneigennützig⸗ 
keit, der Liebe zum Nächsten, der Selbstaufopferung, der 
Treue, der Ehrlichkeit, der Gerechtigkeit 
Diese Tugenden gehbren zu der höheren Sittlichkeit, 
sie sind die Sittlichkeit selbst 
Wie steht es mit diesen Tugenden? Woher kommen 
sie? Sind sie ewig, leben immer die gleichen in der mensch— 
lichen Brust, oder sind sie gerade so verändersich wie alle 
die anderen geistigen Dinge, die wir kennen gelernt? 
Diese Fragen sind Jahrhunderte lang, seitdem der 
griechische Phildsoph Sokrates und seine Zeitgenossen sie 
zu stellen anfingen, für die Menschen unlösbar geblieben. 
Sie bieten auch eine eigentümliche Schwierigkeit 
Es gibt nämlich eine Stimme in uns, die uns in vie— 
Fällen unmittelbar sagt, was gut, was schlecht ist. 
Taten der Nächstenliebe, der Selbstaufopferung ge— 
schehen spontan, do n selbst, auf Geheiß dieser Stimme 
Wahrheitsliebe, Treue, Ehrlichkeit, sie werden uns gebie— 
terisch, von selbst von ihr vorgeschrieben. Unser Gespis— 
en mahnt uns, wenn wir auf diese Stimme nicht hören. 
Wir werden von Ssch am erfüllt, wenn wir, auch ohne daß 
es jemand weiß, nicht gut gehandelt haben Das Sit 
dengese tz, die Gebote der Pflich tleben in uns, ohne 
daß die Erziehung und das eigene Lustgefühl sie ausreichend 
exklären öönnen 
sen 
) Nur die Gewohnheit kann uns taub machen für diese 
Stimme
	        

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Leitfaden Durch Die Sozialpolitik. G.A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung, 1923.
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