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Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
1002734533
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15765
Document type:
Monograph
Author:
Schloesser, Robert http://d-nb.info/gnd/117329711
Title:
Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung
Place of publication:
Mannheim
Publisher:
J. Bensheimer
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (217 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Güterverteilung der Konsumgenossenschaften
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Kann das Geld abgeschafft werden?
  • Title page
  • Contents

Full text

— 52 - 
Der einmal eingetretene Wandel in der Geldordnung, den die 
Verringerung der Kaufbreite des Geldes darstellt, führt folgerichtig 
zur immer weiteren Ausbreitung der Naturalwirtschaft. 
Soll wirklich ‚„‚das Geld des reichen Mannes das Fleisch des Armen 
nicht kaufen können, welches weniger kostet,‘‘ so „setzt dies voraus, daß 
lie freie Warenbewegung aufgehoben ist, daß die Ware 
vom Armen nicht zum Reichen wandert ... Der Begriff des Volksvermögens 
ebenso wie jener des Volkseinkommens gerät ins Schwanken, weil es keinen 
einheitlichen Preis mehr gibt, weder für denselben Ort noch für denselben 
Menschen ... Wenn eine Bank einer Industrie Kredit gewährte, so müßte 
sie, damit dieser Kredit verwertbar ist, in vielen Fällen gleichzeitig die Zu- 
weisung von Rohstoffen, Lebensmitteln und derlei mehr seitens der Zentralen 
lurchsetzen. Die Geldbewilligung fiele daher mit der 
Anweisung von bestimmten Warengattungen zu- 
sammen‘ (Kriegsw., S. 186). Auf dem internationalen Markte wird in- 
folge der „,Kompensationspolitik‘‘ und der damit zusammenhängenden Aus- 
fuhr- und Einfuhrverbote ‚„‚die Abgabe einer Devise einem Importeur wenig 
nützen, wenn er nicht gleichzeitig das Ergebnis der Kompensationsverhand- 
lungen in Form der Ausfuhrerlaubnis auf den fremden Staat, der Einfuhr- 
erlaubnis nach dem eigenen Staat, die auf gewisse Mengen lautet, zugewiesen 
erhält‘ (ebenda, S. 187). Schließlich nennt Neurath „in diesem Rahmen 
lie Einführung der Naturalsteuern eine sehr ernsthaft zu erwägende An- 
zelegenheit‘“, zieht ein „internationales Warenclearing‘ und „„Naturalanleihen‘‘ 
n Frage und nimmt im Hinblick auf die ‚Umgestaltung des Notenbank- 
wesens‘‘ Liefmanns Gedanken der „Umwandlung der Golddeckung 
n eine Naturaldeckung‘‘ auf (Kriegsw., S. 187/188; vgl. auch die Bemer- 
kungen zum ‚,‚,Generallohnsystem‘‘ und ‚,‚Generalpreissystem“‘, Vollsoz., 
5. 22; ferner Lederers Ausführungen über die Naturallöhne, Wiederauf- 
bau, S. I15f1lg.}, 
Eine notwendige Bedingung der Durchführung der von 
Neurath vorgeschlagenen naturalwirtschaftlichen Maßnahmen ist 
aun die wachsende Anwendung der Naturalrechnung. Nur 
kurze Frist kann das Geld „als Recheneinheit noch sein Leben 
weiter fristen“, wenn es seine Rolle als Werkzeug des Warenver- 
kehrs ausgespielt hat. Um nur die zwischenstaatlichen Kompen- 
sationsabmachungen herauszugreifen (bei denen „Baumwolle, Kupfer, 
Kalisalze, Farbstoffe, Getreide und manches andere einen beliebten 
(zegenstand bilden wird“): das mit diesen Abmachungen unlöslich 
verknüpfte „internationale Warenclearing“ kann auf die Dauer 
nicht bloß Geldrechnung sein. Ist doch „das Geld, welches die 
Vertragschließenden erhalten, für sie nicht Anweisung auf be- 
liebige Warenarten, sondern nur auf jene, deren Ausfuhr der 
andere Vertragschließende gestattet; daß bei den Kompensationsver- 
trägen Menge und Art der Waren nicht Geldsummen im Vorder-
	        

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Kann Das Geld Abgeschafft Werden? Fischer, 1920.
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