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Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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Bibliographic data

fullscreen: Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

Monograph

Identifikator:
1002734533
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15765
Document type:
Monograph
Author:
Schloesser, Robert http://d-nb.info/gnd/117329711
Title:
Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung
Place of publication:
Mannheim
Publisher:
J. Bensheimer
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (217 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Die Güterbeschaffung der Konsumgenossenschaften
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Einführung
  • Zweites Kapitel. Die Güterbeschaffung der Konsumgenossenschaften
  • Drittes Kapitel. Die Güterverteilung der Konsumgenossenschaften
  • Viertes Kapitel. Entwicklungstendenzen und Entwicklungsmöglichkeiten

Full text

81 
durch dir Errichtung von Zweiglagern boten sich den kleinen 
Konsumvereinen eine Menge von Vorteilen, die sie zum direkten Ein 
kauf veranlaßten. 
2. Tie Selbständigkeit von vielen kleinen Vereinen wurde aufge 
hoben. Sie wurden zu bloßen Verteilungsstellen der großen Vereine. 
Damit entstanden die sogenannten Bezirkskonsumvereine, 
deren charakteristisches Merkmal die über das eigentliche Ortsgebiet 
hinausgehende Gebietserweiterung ist. 
Die Ursache für den Güterbezug von anderen Konsumvereinen 
liegt auch heute noch zum Teil in der verschiedenen Lei 
st u n g s f ä h i g k e i t der Vereine. Das kommt z. B. darin zum Aus 
druck, daß kleinere Vereine ihre Bäckereiprodukte von benachbarten 
größeren Vereinen beziehen, die eine eigene Bäckerei haben. In diesem 
Falle werden die Bedarfsgüter zum Selbstkostenpreise oder mit einem 
sehr kleinen Gewinn abgegeben. Als Beispiel dafür möge dienen, 
daß der Konsumverein Ludwigshafen, der Bäckereiprodukte an die 
Konsumgenossenschaften Frankental, Lamprecht und Pirmasens abgibt, 
seine Preise für diese Vereine rund 10 o/o niedriger stellt als die allge 
meinen Abgabepreise für Mitglieder. Die Koilsumgenossenschaft „Be 
freiung" in Elberfeld liefert Bäckereiprodukte an die „Solidarität" 
in Ohligs und gewährt auf die allgemeinen Abgabepreise, die sich mit 
7 o/o Rückvergütung verstehen 18 o/o Rabatt.-) Von einem andern 
Verein hörte ich, daß er 16 o/o Rabatt gewährt. Wenn also auf die 
allgemein schon niedrig gehaltenen Abgabepreise für Mitglieder den 
kleineren Konsumgenossenschaften noch ein hoher Rabatt gewährt wird, 
so muß der Gewinn für die Vereine äußerst niedrig bemessen sein 
oder ganz fortfallen. 
Aehnlich wie bei Brot liegt der Fall bei Fleisch im Basler Kon 
sumverein. Dieser Verein hat die Lieferung von Fleisch und Fleische 
reiprodukten — wenigstens bis zum vorigen Jahre — für eine Reihe 
von Konsumvereinen übernommen und zwar zum S e l b st k osten- 
preise (also einschließlich aller Spesen). Die Basler Konsumge 
nossenschaft unterstützt diese Vereine sogar bei der Auswahl einer ge- 
2) Die Expedition nach Ohligs geschieht in der Weise, daß der Elber- 
felder Verein einen Eisenbahnwagen mietet, der ausschließlich von Elberfeld 
nach Ohligs und zurückgeht. An Miete für diesen Wagen werden täglich 
3 Mark bezahlt. Die Spesen für Fracht und Miete werden vom Lieferanten 
und Kunden gemeinsam getragen. Der Brotwagen geht abends um 8 Uhr 
nach Ohligs ab, wo er während der Nacht eintrifft, und morgens zur Aus 
ladung gelangt. — Inzwischen ist der Verein in Ohligs zur Eigenproduktion 
von Brot übergegangen.
	        

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Die Konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, Ihre Technik Und Wirtschaftliche Bedeutung. J. Bensheimer, 1914.
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