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Die deutsche Hausindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Hausindustrie

Monograph

Identifikator:
1003351123
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16006
Document type:
Monograph
Author:
Koch, Heinrich
Title:
Die deutsche Hausindustrie
Edition:
Zweite, bedeutend erweiterte Auflage
Place of publication:
M. Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verlag GmbH.
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (294 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Hausindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Begriff und Einteilung der Hausindustrie
  • Zweites Kapitel. Die Entstehung der Hausindustrie
  • Drittes Kapitel. Umfang der Hausindustrie in Deutschland
  • Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
  • Fünftes Kapitel. Volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der Hausindustrie
  • Sechstes Kapitel. Staatshilfe
  • Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
  • Achtes Kapitel. Hilfe von aussenstehenden Kreisen
  • Index

Full text

104 IV. Kap.: Wirtfchaftliche und fozialc Zuftändc in der Hausinduftrie 
liehe Not die Mädchen der Proftitution zutreibt. Mit annähernder Gewißheit 
können wir darum fagen, dajz die Näherinnen und unter ihnen gerade die Heim- 
arbeiterinnen mindeftens in demfelben, ja wahrfcheinlich in gröjzerm Umfange 
[ich der Proftitution hingeben, wie die induftriell tätigen Frauensperfonen 
überhaupt, die als Gefamtgruppe bei der Proftitution an zweiter Stelle ran. 
gieren, dafz fie ftärker beteiligt find als die im Handel Befchäftigten, ftärker 
auch als die in diefem Punkte fonft fo übel berüchtigten Dienftmädchen. — 
Dasfelbe traurige Bild bieten Karlsruhe und München. Auch hier find neben 
Kellnerinnen und Dienftboten die Näherinnen an der geheimen Proftitution 
ftark beteiligt, in München auch die Stickerinnen. In München und Stutt 
gart rekrutiert fich auch die öffentliche Proftitution zu etwa 10 Prozent aus 
dem Stande der Näherinnen. 
Wenig günftig klingen private Mitteilungen von Stadtmiffionaren, Rettungs- 
afylen für gefallene Mädchen ufw. Hans Grandke fteht auf Grund von Mit 
teilungen, die ihm von verheirateten Konfektionsarbeiterinnen, von Büglern, 
Steppern, Zufchneidern gemacht find, nicht an, zu behaupten, „dafz, wo nicht 
befondere Gründe im Wege ftehen, kaum eine Konfektionsarbeiterin, die ifoliert 
dafteht, der gelegentlichen Proftitution fernbleibt“. „Damit“, fofügt er hinzu, 
„foll nicht gefagt fein, dafz fich jede Konfektionsarbeiterin der gedachten Art 
der Proftitution vollkommen hingibt, oder fie auch nur mit Häufigkeit betriebe, 
aber es foll doch damit ausgefprochen fein, dafz in dem Budget faft aller unver 
heirateten und alleinftehenden Konfektionsarbeiterinnen Einnahmen aus der 
gelegentlichen Proftitution eine ftete Pofition ausmachen.“ x ) 
Dies etwas hart klingende Urteil darf jedoch nicht ohne weiteres auf die 
gefamte Heimarbeit ausgedehnt werden. Es gilt nur von den Berliner Kon 
fektionsarbeiterinnen; und auch hier dürften die Ausnahmen der ehrlich fich 
ernährenden und ftandhaft gebliebenen Mädchen zahlreicher fein, als Grandke 
anzunehmen fcheint. Vollends unberechtigt wäre es, das Urteil auf alle andern 
hausinduftriellen Orte, oder auch nur auf die andern Konfektionsorte auszu 
dehnen. Allgemein ift die Heimarbeit von der Proftitution befonders an 
jenen Orten durchfeucht, wo dies foziale Krebsübel am tiefften fich eingeniftet 
hat, al|o vornehmlich in den Grofzftädten. 
Durch derartige ungünftige Beurteilung der Sittlichkeitsverhältniffe. in 
der Heimarbeit foll aber auch nicht ohne weiteres der Stab gebrochen werden 
über die Schuldbarkeitder Unglücklichen. Denn wir dürfen 
*) H. Grandke a. a. 0. 270 ff. Vgl. G. Dyhrenfurth, Die weibliche 
Heimarbeit. Vortrag auf dem Evangelifch-Sozialen Kongrefz, Göttingen 1904, 149; 
auch die Kontroverfe zwifchen W. Hammer und A. Bl a f c h k o in der „Neuen 
Zeit“ XXIV 1906.
	        

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Die Deutsche Hausindustrie. Volksvereins-Verlag GmbH., 1913.
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