Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die deutsche Hausindustrie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Hausindustrie

Monograph

Identifikator:
1003351123
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16006
Document type:
Monograph
Author:
Koch, Heinrich
Title:
Die deutsche Hausindustrie
Edition:
Zweite, bedeutend erweiterte Auflage
Place of publication:
M. Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verlag GmbH.
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (294 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Kapitel. Volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der Hausindustrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Hausindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Begriff und Einteilung der Hausindustrie
  • Zweites Kapitel. Die Entstehung der Hausindustrie
  • Drittes Kapitel. Umfang der Hausindustrie in Deutschland
  • Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
  • Fünftes Kapitel. Volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der Hausindustrie
  • Sechstes Kapitel. Staatshilfe
  • Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
  • Achtes Kapitel. Hilfe von aussenstehenden Kreisen
  • Index

Full text

120 V. Kap.: Volkswirtfchaftliche und foziale Bedeutung der Hausinduftrie 
Die Bahn, die in entlegene Gebirgsgegenden die unerläßliche Vorbedingung 
für die Fabrik, die Kohle bringt, die die Zufuhr von Rohftoffen und Werk 
zeugen wie den Abfatz von fertigen Produkten erleichtert und häufig er ft 
überhaupt möglich macht, wird zweifelsohne an vielen Punkten das Privat 
kapital anlocken, das zum Bau von Fabriketabliffements hier einen günftigen 
Standort erblickt. Günftige Abfatzgelegenheit, billiges Terrain, Arbeitsangebot 
haben von jeher auf die Fabrik große Anziehungskraft ausgeübt. Man wird 
daher wohl fagen können, daß die Fabrik in vielen Fällen der neuerbauten 
Eifenbahn auf dem Fuße nachfolgt. Und zwar wird es im Intereffe der Unter 
nehmer wie der bis dahin hausinduftriellen Arbeiter am beften eine folche 
Fabrik fein, welche die ererbte und durch lange Gewöhnung erlernte Gefchick- 
lichkeit der Arbeiter fich zunutze macht. An den Hausweberplätzen wird die 
mechanifche Webfabrik diejenige fein, in welche fich die ehemaligen Haus 
weber am erften eingewöhnen. Sombarts alter Wunfch ift ganz berechtigt, 
daß die eingewurzelte Webergefchicklichkeit nicht durch Übergang in andere 
Berufe verloren gehe, fondern in der Fabrik weiterwirke. — „Und wo aus 
nahmsweife die Privatinduftrie fich unfähig zeigt, Fabrikarbeit zu bringen, 
da möge der Staat fich der Aufgabe erinnern, der er in Schlefien große und 
gerechte Opfer gebracht, energifche Dienfte geleiftet hat: der Überführung 
einer unhaltbaren Hausinduftrie in Fabriken durch Hergabe von Kapital |eitens 
des Staates. Die mechanifchen Spinnereien, die der preußifche Staat in 
Schlefien anlegte, und die andern Fabriken, die er dort mit Geld unterftützte, 
find vorbildliche Taten.“ Staat und Gemeinde würden ficher den Vorwurf 
des Staatsfozialismus nicht verdienen, wenn fie auf folche Weife einem aus- 
beuterifchen Betriebsfyftem ein Ende bereiteten und eine verelendete und immer 
tiefer finkende Bevölkerung zu einer höhern Stufe emporführten. Man follte 
eben nichts unverfucht laffen, die Bevölkerung in abgelegenen Bezirken an 
Ort und Stelle dauernd und gegen angemeffenen Lohn zu befchäftigen und fie 
vor der Abwanderung in die Großftadt bewahren. Es ift wirklich fchade, 
daß die gute — hygienifch, fozial und fittlich gute — Luft auf dem Lande und 
im Gebirge nicht geatmet werden foll. * 2 ) 
Der hier gedankenmäßig ausgeführte urfächliche Zufammenhang zwifchen 
Bahn und Fabrik ift deutlich zu fehen in dem früher durch und durch 
2 ) Wilbrandtin „Soziale Praxis“ XVI, Sp 85. 
2 ) Auch dadurch hat der Staat in ländlichen Gegenden, namentlich Hausweber 
bezirken, fich fehr verdient gemacht, dafc erfürdieÜberführungdcrKinder 
von Hausinduftriellen in andere Berufe Sorge trug. So hat 
die Regierung in Schlefien und in der Provinz Sachfen Stipendien und Prämien für 
die Überführung von Weberföhnen zu anderer Bcfchäftigung ausgefetzt.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Deutsche Hausindustrie. Volksvereins-Verlag GmbH., 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.