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Die deutsche Hausindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Hausindustrie

Monograph

Identifikator:
1003351123
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16006
Document type:
Monograph
Author:
Koch, Heinrich
Title:
Die deutsche Hausindustrie
Edition:
Zweite, bedeutend erweiterte Auflage
Place of publication:
M. Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verlag GmbH.
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (294 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Sechstes Kapitel. Staatshilfe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Hausindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Begriff und Einteilung der Hausindustrie
  • Zweites Kapitel. Die Entstehung der Hausindustrie
  • Drittes Kapitel. Umfang der Hausindustrie in Deutschland
  • Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
  • Fünftes Kapitel. Volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der Hausindustrie
  • Sechstes Kapitel. Staatshilfe
  • Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
  • Achtes Kapitel. Hilfe von aussenstehenden Kreisen
  • Index

Full text

§ 1. Staat und Heimarbeit 
127 
Arbeiterelend war da, und für den Staat, den Schirmherrn der Rechte, entftand 
die Pflicht des Arbeiterfchutzes. 
Der Arbeitsvertrag hat nun auf keinem Gebiete zu (b weitgehender Ver 
kümmerung der perfönlichen Rechte des Schwachem 
geführt, wie in der Hausinduftrie. Nirgends ift das Arbeitsverhältnis zu einer 
Quelle fo unfagbaren menfchlichen Elends geworden wie hier. Wollte jemand 
die lange Gefchichte gewiffer Elendsinduftrien fchreiben, dann hätte er 
fchlimmere Dinge zu berichten als die englifchen Blaubücher in den 40er 
Jahren. 
Was den Heimarbeiter vom Fabrikarbeiter nach der perfönlichen Seite 
namentlich uni rfcheidet, ift die 1 f o 1 i e r u n g in der Heimarbeit. 
Die Fabrik konzentriert ihre Arbeitskräfte, zunächft räumlich. Dadurch bahnt 
fich unter den mit derfelben täglichen Not Ringenden eine Gemeinfchaft der 
Gefinnung an-, die Arbeiterfchaft tritt dem Unternehmer als einheitliche Macht 
gegenüber, und fchließlich tut fie fich zur Organifation zufammen, die mit 
Nachdruck ihre Forderungen vertritt und dem einzelnen feine Rechte fichert. 
— Anders ift es in der Hausinduftrie. Der einzelne lebt und arbeitet ifoliert 
in feinem Heim. Diejenigen, mit denen ihn Intereffengemeinfchaft verbinden 
füllte, betrachtet er als Gegner, die ihm Lohnkonkurrenz bereiten. Der Unter 
nehmer zieht den Gewinn daraus. Die billigten und willigften Arbeitskräfte 
fpielt er aus gegen die weniger Gefügigen; und fo beugen fich fchliejzlich alle 
der Macht des Stärkern unter notgedrungener Preisgabe ihrer heiligften per 
fönlichen Rechte. Sonntagsheiligung und Sonntagsruhe, Nachtruhe, ange- 
meffene Arbeitszeit, auskömmlicher Lebensunterhalt: auf alles das lernt der 
Heimarbeiter verzichten. Wenn irgendwo, dann muß hier der Staat als berufe 
ner Schirmherr des Rechtes eingreifen, die Schwachen fchützen und einer 
dauernden Rechtsverletzung ein Ende machen. Keine andere Macht ift im- 
ftande dazu. Liberale Wirtfchaftspolitiker fagen, der Staat habe nur infoweit 
Arbeiterfchutz zu bieten, als die Organifationen ihre Mitglieder nicht felbft 
fchützen können. Das ift nicht richtig, da der Arbeiter fchutz auch auf Gebiete 
fich erftreckt, die von den Organi fationen nicht erreicht werden, z. B. 
Kinderarbeit. Aber foviel ift richtig, daß der Staat dort verftärkten 
Arbeiterfchutz fchuldig ift, wo Organi fationen fchwach find oder ganz fehlen. 
Inder Hausinduftrie aber wird nie die Organifation zu einer einigermaßen um- 
fa|fenden Wirkfamkeit gelangen. 
Das Gemeinwohl überhaupt, nicht bloß der fpeziell herausgegriffene 
Rechtsfchutzzweck, ftellt den Staat vor die Aufgabe, die Heimarbeiter vor 
einem ins Elend führenden Arbeitsverhältnis zu fchützen. Zum Gemeinwohl
	        

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Die Deutsche Hausindustrie. Volksvereins-Verlag GmbH., 1913.
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