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Die deutsche Hausindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Hausindustrie

Monograph

Identifikator:
1003351123
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16006
Document type:
Monograph
Author:
Koch, Heinrich
Title:
Die deutsche Hausindustrie
Edition:
Zweite, bedeutend erweiterte Auflage
Place of publication:
M. Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verlag GmbH.
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (294 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Hausindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Begriff und Einteilung der Hausindustrie
  • Zweites Kapitel. Die Entstehung der Hausindustrie
  • Drittes Kapitel. Umfang der Hausindustrie in Deutschland
  • Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
  • Fünftes Kapitel. Volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der Hausindustrie
  • Sechstes Kapitel. Staatshilfe
  • Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
  • Achtes Kapitel. Hilfe von aussenstehenden Kreisen
  • Index

Full text

§ 1. Gewerk vereine 
197 
womöglich durch Preisunterbietungen dem Arbeitsgenoffen die Arbeit und 
die beften Löhne abzujagen, bleibt den Heimarbeitern die Solidarität ein un- 
verftändlich Ding und bleiben fie für die fegensreichen Folgen eines Zufammen- 
fchluffes völlig geblendet. Die regellofe, weil ganz unkontrollierte Arbeits 
zeit der hausinduftriellen, das Sichfelbftüberlaffenfein während des ganzen 
Herftellungsprozeffes macht ferner die meiften von ihnen untauglich wie 
zur Fabrik, fo auch zu der ein gewiffes Innehalten von Ordnung fordernden 
Organifation. 
Am allerwenigften zugänglich für Organifation s- 
gedanken dürften die ländlichen Heimarbeiter und die grofze 
Maffe derweiblichenArbeiterfchaft fein. Jenen fpiegelt das eigne 
Heim, das Stückchen Acker- und Gartenland eine geficherte wirtschaftliche 
Unterlage, einen feften Rückhalt vor, der das Verlangen nach höhern Löhnen 
und nach einer Organifation nicht leicht aufkommen läfzt. Sie fühlen fich 
auch häufig weniger als gewerbliche Arbeiter denn als Landbauern, zumal 
wenn fie während der Sommermonate vorwiegend ländlichen Arbeiten nach 
gehen, und werden nicht fo leicht ein Standesbewujztfein als Arbeiter be- 
fitzen. 
Die Frau aber folgt einem tiefinnern natürlichen Drange, wenn fie 
mehr zu häuslichen Arbeiten, zur Sorge für Gatte und Kind neigt, als 
zur aktiven Teilnahme an Organifationsbeftrebungen, zum Kampfe im 
öffentlichen Leben, den fie am liebften dem Manne überläfzt. Unver 
heiratete Arbeiterinnen fehen zudem die Heimarbeit als einen Notbehelf, 
als eine vorübergehende Befchäftigung an, die fie aufgeben werden, fobald 
fie — wie fie glauben — an der Seite eines Mannes der Sorge für die täglichen 
Lebensbedürfniffe enthoben find. 
Alle diefe Umftände erfchweren erheblich die Organifation und bewirken 
den paffiven Wider ftand, den die Heimarbeiter dahingehenden Vorfchlägen 
entgegenfetzen. Soviel darf wohl mit Sicherheit behauptet werden: die 
heutigen Heimarbeiter ftehen in ihrer Gefamtheit 
technifch, wirtfchaftlich und fozial zu tief, als da|z 
fie aus eigner Kraft zu einer lebensfähigen, achtung. 
gebietenden Organifation fich aufraffen könnten. 
Die Hebung ihrer Gefamtlage, ihres technifehen und fozialen Könnens, wird 
aber vornehmlich erft von einer Organifation erwartet. Es wäre daher falfch, 
zu warten, bis die Heimarbeiter fich fo weit entwickelt haben, dafz fie zum 
Organifieren die notwendige Kraft gefunden hätten. Aus ihrer Mitte wird ohne 
fremde Hilfe wohl fchwerlich ein Gewerkverein hervorgehen.
	        

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Die Deutsche Hausindustrie. Volksvereins-Verlag GmbH., 1913.
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