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Die deutsche Hausindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Hausindustrie

Monograph

Identifikator:
1003351123
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16006
Document type:
Monograph
Author:
Koch, Heinrich
Title:
Die deutsche Hausindustrie
Edition:
Zweite, bedeutend erweiterte Auflage
Place of publication:
M. Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verlag GmbH.
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (294 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Hausindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Begriff und Einteilung der Hausindustrie
  • Zweites Kapitel. Die Entstehung der Hausindustrie
  • Drittes Kapitel. Umfang der Hausindustrie in Deutschland
  • Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
  • Fünftes Kapitel. Volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der Hausindustrie
  • Sechstes Kapitel. Staatshilfe
  • Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
  • Achtes Kapitel. Hilfe von aussenstehenden Kreisen
  • Index

Full text

§ 2. Genoffenfchaften 
221 
Händlern, der Zug zum Althergebrachten und das Mißtrauen gegen jedes neue 
Unternehmen, die Selbftfucht einzelner ließen von 1857 bis 1885 eine Reihe von 
Verfuchen genoffenfchaftlichen Zufammenfchluffes fehl fchlagen. Nur eine 
kleine Genoffenfchaft von etwa 35 Schneflern beftand die ganze Zeit. Im Jahre 
1885 gewann der Organifationsgedanke durch Gründung eines landwirtschaft 
lichen Konfumvereins neue Nahrung. Seit 1889 beforgten die Kubier ihren 
Holzbedarf gemeinfam. Endlich brachte das Jahr 1896 die Ent|cheidung. 
Trotz des glänzenden Gefchäftsganges wollten die Händler keine Lohnauf 
besserung gewähren. Dank der Bemühungen des Oberamtmannes und des 
Ortspfarrers, der Übernahme der Gründungskoften durch die Regierung, eines 
billigen Darlehens durch die Bezirksfparkaffe konnte anfangs 1897 die „Holz-, 
Rohftoff-, Magazin- und Abfatzgenoffenfchaft Bernau“ — fpäter „Holzwaren, 
genoffenfchaft Bernau“ — begründet werden. Der viergliedrige Vorftand beforgt 
Feftfetzung der Rohftoffpreife und der Taxen für die von den Genoffen ge 
lieferten Fertigwaren. Zwei Vorstandsmitglieder vertreiben als Reifende die Ge- 
noffenfehaftserzeugniffe. Der Holzbedarf wird der Genoffenfchaft aus freier 
Hand, nicht durch Verfteigerung, aus den Staatswaldungen geliefert. Über dem 
Vorftand ftehen Auffichtsrat und Generalverfammlung. — Die Genoffenfchaft 
zählte Januar 1913 wie im Vorjahre 101 Mitglieder. Leider find die Schnefler 
der Umgegend nicht angefchloffen. Selbft in Bernau hielt die Scheu vor der 
unbefchränkten Haftpflicht und den hohen Verwaltungskoften noch eine An 
zahl Außenfeiter ab, die zum Teil an die Genoffenfchaft, zum Teil an Händler 
liefern. Aber auch hier macht fich der Einfluß der Genoffenfchaft geltend, die 
Preife können nicht mehr beliebig gedrückt werden. War es gegenüber dem 
württembergifchen, thüringifchen und fächfifchen Wettbewerb nicht möglich, 
die Löhne wefentlich zu erhöhen, „bei der Liebe zum alten Handwerk und 
feinem Schneidefel“ zieht der Schnefler eine Arbeit bei 2—2,50 Mark Tagelohn 
felbft höher bezahlten Fabrik- oder Waldarbeiten dennoch vor. Er ift es zu 
frieden, daß er fein Auskommen findet, nicht ausgebeutet wird und auch ohne 
befondere Beforgnis in die Zukunft fchauen kann. 
Haben fich fo für einzelne hausinduftrielle Gewerbe tatfächlich die not- 
wendigen Vorausfetzungen für eine gedeihliche Genoffenfchaftsbildung ge 
funden, fo ift dadurch der gegenwärtigen Generation wohl über das größte 
Elend hinweggeholfen, die Zukunft des Gewerbes aber an fich noch nicht 
gewahrt. Dies gilt namentlich für die mehr handwerksmäßigen Betriebe der 
Nagelfchmiede, Korbmacher ufw. Es ift darum nur zu begrüßen, wenn die be 
teiligten Kreife die jungen Leute nach Möglichkeit in andern Berufen unter 
zubringen verfuchen.
	        

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Die Deutsche Hausindustrie. Volksvereins-Verlag GmbH., 1913.
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