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Die deutsche Hausindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Hausindustrie

Monograph

Identifikator:
1003351123
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16006
Document type:
Monograph
Author:
Koch, Heinrich
Title:
Die deutsche Hausindustrie
Edition:
Zweite, bedeutend erweiterte Auflage
Place of publication:
M. Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verlag GmbH.
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (294 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Hausindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Begriff und Einteilung der Hausindustrie
  • Zweites Kapitel. Die Entstehung der Hausindustrie
  • Drittes Kapitel. Umfang der Hausindustrie in Deutschland
  • Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
  • Fünftes Kapitel. Volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der Hausindustrie
  • Sechstes Kapitel. Staatshilfe
  • Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
  • Achtes Kapitel. Hilfe von aussenstehenden Kreisen
  • Index

Full text

§ 3. Arbeitszeit, Nacht- und Sonntagsarbeit 
87 
teilungen bei der Löhnung zu berichten. Jetzt fcheint es — dank den dies 
bezüglichen Beftimmungen der Gewerbeordnung, die ausdrücklich auf die 
Hausinduftrie ausgedehnt find — fo ziemlich ausgerottet zu fein. Nur vereinzelt 
kommt es noch vor. So berichtet Bittmann (a. a. 0. 1036), daß auf dem Lande 
in Baden das Truckfyftem noch nicht ganz ausgeftorben fei, z. B. bei den 
Uhrmachern, Holzfchnitzern, Strohflechterinnen. Wenn dabei auch keine 
Überforderungen nachgewiefen werden konnten, fo liegen doch in dem Syftem 
unzweifelhafte Schäden verborgen. — Auch in der Korbmacherei hat fich 
noch ein gewiffes Truckfyftem erhalten. r ) 1905 waren bei der Strafkammer in 
Bamberg 18 Korbhändler angeklagt wegen Vergehens gegen § 115 GO, begangen 
durch Abgabe von Rohmaterialien und Aufrechnung von andern Waren 
zu hohem als den Selbftkoftenpreifen. 
Noch immer wird von ungerechten oder nicht hinreichend begründeten 
Lohnabzügen berichtet, die namentlich zu Zeiten, da das Angebot von 
Arbeitskräften befonders ftark ift, bei den wehrlofen und durch die Not zu 
allem gefügig gewordenen Heimarbeitern beliebt werden. 2 ) 
Es foll zum Schluffe noch einmal hervorgehoben werden, daß die hier 
gefchilderten Lohnverhältniffe durchaus nicht typifch find für alle Haus- 
induftriellen. Es verdient Anerkennung, daß einige Verleger trotz der Über 
fülle von Arbeitskräften und ihrer Wehrlofigkeit fich durchaus nicht zu 
Hungerlöhnen verftehen mögen. — Indes wäre es verkehrt, auf Grund folcher 
Ausnahmeverhältniffe die in der Hausinduftrie allgemein fich geltend machende, 
auf Herabfetzung der Löhne ausgehende Tendenz zu bezweifeln. Für eine 
große Zahl von Heimarbeitern bleibt es dabei, daß ihre Löhne „zu 
wenig zum Leben und zuviel zum Sterben“ bieten, und 
daß das niedrige Lohnniveau die tieffte Urfache der 
übermäßigen Arbeitsdauer, dertraurigen Wohnung s-, 
Gefundheits- und jittlichen Zuftände in der Heim- 
arbeiterfchaft bildet. 
§ 3. Arbeitszeit, Nacht- und Sonntagsarbeit 
Die Arbeitszeit ift ein Moment in der Befchäftigung des Heimarbeiters, 
über das er ganz frei verfügt, das er beliebig einfchränken und ausdehnen 
kann, und das er in fehr vielen Fällen über Gebühr ausdehnen wird, um das 
Ungünftige der Lohnverhältniffe einigermaßen auszugleichen. Umfaffen- 
• 
*) J. Deckers, Die deutfche Korbflechterei, M.Gladbach 1913. 
2 ) Vgl. B a u m a. a. 0. 15; 0. R e i n h a r d, Die württembergifche Trikotinduftrie, 
Sehr. d. V. f. S. 84, 68.
	        

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Die Deutsche Hausindustrie. Volksvereins-Verlag GmbH., 1913.
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