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Die deutsche Hausindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Hausindustrie

Monograph

Identifikator:
1003351123
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16006
Document type:
Monograph
Author:
Koch, Heinrich
Title:
Die deutsche Hausindustrie
Edition:
Zweite, bedeutend erweiterte Auflage
Place of publication:
M. Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verlag GmbH.
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (294 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Hausindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Begriff und Einteilung der Hausindustrie
  • Zweites Kapitel. Die Entstehung der Hausindustrie
  • Drittes Kapitel. Umfang der Hausindustrie in Deutschland
  • Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
  • Fünftes Kapitel. Volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der Hausindustrie
  • Sechstes Kapitel. Staatshilfe
  • Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
  • Achtes Kapitel. Hilfe von aussenstehenden Kreisen
  • Index

Full text

§ 4- Wohnung, Ernährung und Gefundheit 
95 
Mieten finden wir nach der vorliegenden Enquete in Berlin und Frankfurt. 
Auch Düffeldorf, Stuttgart, Hamburg und Wiesbaden haben unverhältnis 
mäßig teure Wohnungen. In Berlin, Frankfurt und Düffeldorf gibt es keine 
Dreizimmerwohnung unter 35 M. In Berlin find nur drei Zweizimmerwohnungen 
aufgeführt, die weniger als 20 M. koften, und in Wiesbaden nur eine. Von 
217 Einzimmerwohnungen kofteten in Berlin 104 mehr als 20 M. Auch in 
Frankfurt koftet die große Mehrzahl aller Zweizimmerwohnungen mehr als 
25 M. auf dem freien Markt. 
In den Städten des Oftens find die Mietpreife mäßiger. Im Weften (ein- 
fchließlich Berlin) wird der teilweife höhere Lohn der Heimarbeiterinnen 
durch die höhere Miete wieder ausgeglichen. 
Das traurige Bild von der Wohnungsnot der Heimarbeiter fei noch ver- 
vollftändigt durch einige konkrete Schilderungen, die den Berichten der Berliner 
Stadtmiffion entnommen find 1 ) und auch heute noch als „typifche Fälle“ 
angefprochen werden dürfen. 
In der Urbanftraße auf dem Hof, im Keller, neben Wagenremifen und 
Ställen, liegt eine Stube von 16 qm, die von zwei Schlafburfchen benutzt wird, 
die 8 qm große Küche wird von einer 40jährigen Witwe mit 4 Kindern bewohnt, 
die Wohnung ift fo feucht, daß das Mobiliar fchimmelt. — In der Naunyn- 
ftraße liegt eine Wohnung im zweiten Hof im Keller. Auf dem Hof befindet pch 
ein Pferdeftall, ein Kuhftall mit 15 Kühen und eine Düngergrube. Die Woh 
nung befteht aus einem 10 Schritt langen, 7 Schritt breiten und 3 m 
hohen Raum und wird bewohnt von einem Schneider mit Frau und 3 Kindern. 
— In der Pallifadenftraße im Quergebäude, 3 Treppen, wohnt in einem 
Raume von 18 qm Grundfläche eine 33jährige Näherin mit 3 Kindern von 7, 
10 und 12 Jahren. — In der Greifswalder Straße befindet fich im 6. Stock 
eine Dachwohnung von Stube und Küche. Sie wird bewohnt von einem Mann, 
der an Kehlkopfkrebs leidet, feiner Frau, die Konfektion näht, 3 Kindern von 
2, 7 und 17 Jahren und einem 32jährigen Schlafmädchen. Die Kinder find 
fkrofulös. — In der Manteuffelftraße befindet fich eine Kellerwohnung, 
beftehend aus zweifenftriger Stube und fenfterlofer Küche. Die Wohnung 
ift außerordentlich feucht und dumpfig und wird bewohnt von einem feit 
Jahren bettlägerigen kranken Mann, feiner Frau, die Konfektion näht, und 
4 fchulpflichtigen Kindern. Für die 6 Perfonen find 2 Betten vorhanden, 
wovon eins der kranke Mann benutzt. — In der Klofterftraße im Quergebäude 
befindet fich eine Dachwohnung von Stube und dunkler Küche. Sie wird be 
wohnt von einem 55jährigen Schneider, feiner Frau, einem 17jährigen, einem 
') Mitgeteilt bei G r a n d k e a. a. O. 313 ff.
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik- Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Felix, 1865.
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