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Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910

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Bibliographic data

fullscreen: Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910

Monograph

Identifikator:
100473039X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16363
Document type:
Monograph
Author:
Meissner, Ludwig
Title:
Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910
Place of publication:
Halle
Publisher:
Buchdruckerei des Waisenhauses
Year of publication:
1916
Scope:
1 Online-Ressource (49 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Aktiengesellschaften der einzelnen Industrien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910
  • Title page
  • Contents
  • Die Statistik der privaten industriellen Unternehmungen
  • Zweck, Methode und Material der vorliegenden Arbeit
  • Bearbeitung des Materials
  • Die Aktiengesellschaften der einzelnen Industrien
  • Die durchschnittliche Kapitals- und Vermögensverteilung in den Jahren 1901 bis 1910
  • Schluß

Full text

2 1 
Das .Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen ist ebenfalls hoch; es 
beträgt durchschnittlich 2,00, doch ist bei seiner Bewertung das nicht sehr hohe Anlagevermögen 
zu berücksichtigen. 
d) Gemischte Elektrizitätsindustrie. 
Tabelle 16. 
Im Laufe der Untersuchungszeit tritt bei den großen Aktiengesellschaften der gemischten 
Elektrizitätsindustrie, eine weitgehende Konzentration in Erscheinung 1 2 : von 5 Gesellschaften im Jahre 
1901 und 6 Gesellschaften im Jahre 1902 sinkt die Anzahl bis 1905 auf 2 Gesellschaften und bleibt 
dann in den letzten Jahren auf dieser Höhe; infolgedessen zeigen die Ergebnisse in den ersten 
5 Jahren große Unterschiede. 
Die Bilanzen geben durchweg ein sehr wenig zutreffendes Bild des finanziellen Aufbaues 
dieser Gesellschaften wegen der außerordentlichen Höhe ihrer stillen Reserven, die durch übergroße 
Abschreibungen sowohl auf das produzierende Anlagekapital als auch auf Wertpapiere und Beteiligungen 
entstanden sind; so haben beispielsweise die beiden Gesellschaften in den Jahren 1905 bis igio 
ihre gesamten Mobilien bis auf wenige Mark abgeschrieben. 3 Dadurch erscheinen im Vergleich zur 
Wirklichkeit eigenes Kapital und Anlagevermögen zu niedrig, die Anteile des fremdem Kapitals und 
des Betriebsvermögens zu hoch. 
Das eigene Kapital beträgt durchschnittlich 133,5% des Aktienkapitals; es nimmt in den 
Jahren 1905 bisTqio ständig zu. Von 1902 auf 1903 zeigt sich ein starkes Sinken des eigenen 
Kapitals, veranlaßt durch Inanspruchnahme der Reserven zur Beseitigung großer Verluste einer 
Gesellschaft. 3 Die Höhe des fremden Kapitals zeigt große Verschiedenheiten in den einzelnen Jahren, 
veranlaßt durch wechselnde Höhe der kurzfristigen Schulden. Durchschnittlich beläuft es sich auf 
67,9% des eigenen Kapitals, wovon 37,o°/ 0 auf die langfristigen Kredite entfallen, deren Höhe 49,3% 
des Aktienkapitals beträgt. Nur in einem Jahre — 1905 — übertreflen die kurzfristigen Schulden 
die langfristigen. 
Das produzierende Vermögen besteht itn Durchschnitt zu 26,5% aus produzierendem Anlage 
vermögen und zu 73,5% aus Betriebsvermögen, wovon auf Vorräte 21,1 °/ 0 entfallen. Die Höhe 
des Betriebsvermögens beruht einmal auf den großen Vorräten, anderseits darauf, daß diese Gesellschaften 
über sehr hohe flüssige Mittel, wie Bankguthaben und Staatspapiere verfügen. In den letzten 6 Jahren 
zeigt das Betriebsvermögen ein starkes Anwachsen im Verhältnis zum produzierenden Anlagevermögen, 
da neu aufgenommenes Kapital in dieser Zeit fast ganz zur Verstärkung des Betriebsvermögens 
verwandt wird. Die Höhe der Vorräte ist in den einzelnen Jahren sehr verschieden; außergewöhnlich 
groß ist sie in den Jahren 1906 und 1907, in denen größere Anlagen in Ausführung waren. 
Fast ein Drittel, 31,2%, des Gesamtvermögens besteht in Wertpapieren und Beteiligungen. 
Dieser Anteil zeigt in den einzelnen Jahren aber große Änderungen; seine größte Höhe erreicht er 
1904 mit 42,3% und nimmt dann ständig bis. 1910 ab. Bezogen auf das Gesamtanlagevermögen 
beträgt der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen 61,9%. 
Die Abschreibungen sind mit 1,1% des Gesamtvermögens sehr niedrig. Die wirklich vor 
genommenen Abschreibungen sind natürlich bedeutend höher, lassen sich aber nicht feststellen, da 
sie nicht in den Gewinn- und Verlustrechnungen ausgewiesen, sondern auf Betrieb verbucht werden. 
Wie hoch sie sein müssen, läßt sich daran ermessen, daß eine der Gesellschaften 4 ihre aus Wert 
papieren und Beteiligungen herrührenden Gewinne, die man bei dieser Gesellschaft sehr hoch ansetzen 
darf, vollständig zu diesen stillschweigenden Abschreibungen verwendet. Die höheren Abschreibungen 
des Jahres 1901 wurden hauptsächlich auf Wertpapiere und Beteiligungen bei einer Gesellschaft 5 
vorgenommen. 
Während alle bisher angeführten prozentualen Ergebnisse durch die nicht zu ermittelnden 
stillen Reserven den Tatsachen wenig entsprechen, wirken sie auf die Höhe der Liquidität und des 
Verhältnisses des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen wenig ein. Die Liquidität 
t) Zur Erläuterung der Veränderungen der Anzahl der Gesellschaften in den Jahren iqoi bis 1905 sei fol 
gendes bemerkt: 1902 tritt die Elektrizitäts-A-G. vorm. Lahmeyer & Co. nach Vereinigung mit der Finanzierungs 
gesellschaft „Deutsche Gesellschaft für elektrische Unternehmungen“ zur Zahl der Gesellschaften des Jahres 1901 
(s. S. 20 Fußnote i). Im Jahre 1903 scheidet die Elektrizitäts - A. - G. vorm. Scbuckert & Co., nach Abtretung ihrer 
Fabrikationsabteilung an die Siemens-Schuckert-Werke, G. m. b. H,, aus, Im Jahre 1904 wird die Union Elektri 
zitätsgesellschaft mit der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft vereinigt und die Helios Elektrizitätsgesellschaft tritt in 
Liquidation. Im Jahre 1905 gibt Lahmeyer seine Fabrikationsabteilung (an die Felten und Guilleaume-Carlswerk A,-G.) 
ab. Es bleiben 1905 bis 1910 die Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft und die Simens & Halske A.-G. 
2) Passow a. a. O.: Die wirtschaftliche Bedeutung und Organisation der Aktiengesellschaften 8.92. 
3) Elektrizitäts-A. - G, vorm, Schuckerl & Co. 
4) Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft. 
5) Elektrizitäts-A.-G. vorm. Scbuckert & Co.
	        

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Der Finanzielle Aufbau Der Deutschen Industriellen Aktiengesellschaften in Den Jahren 1901 Bis 1910. Buchdruckerei des Waisenhauses, 1916.
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