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Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910

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Bibliographic data

fullscreen: Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910

Monograph

Identifikator:
100473039X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16363
Document type:
Monograph
Author:
Meissner, Ludwig
Title:
Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910
Place of publication:
Halle
Publisher:
Buchdruckerei des Waisenhauses
Year of publication:
1916
Scope:
1 Online-Ressource (49 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Statistik der privaten industriellen Unternehmungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910
  • Title page
  • Contents
  • Die Statistik der privaten industriellen Unternehmungen
  • Zweck, Methode und Material der vorliegenden Arbeit
  • Bearbeitung des Materials
  • Die Aktiengesellschaften der einzelnen Industrien
  • Die durchschnittliche Kapitals- und Vermögensverteilung in den Jahren 1901 bis 1910
  • Schluß

Full text

Die Statistik der privaten industriellen Unternehmungen. 
Die Versuche, vermittelst statistischer Üntersuchungen einen Einblick in den inneren Aufbau 
der privaten industriellen Unternehmungen zu gewinnen, haben bis jetzt nicht zu einem allgemein, 
aufklärenden Ergebnis geführt. Was an zahlenmäßigen Veröffentlichungen über die Organisation der 
gesamten industriellen Unternehmungen in Deutschland yorliegt, gehört der amtlichen Statistik an 
und zwar der gewerblichen Betriebsstatistik für das Deutsche Reich, deren letzte für das Jahr 1907 
mit dem Stichtag 12. Juni aufgestellt worden ist. 1 Als Einheit-sind dieser Statistik nicht die ganzen 
Unternehmungen 2 , sondern teils die Betriebe, teils die Gesamtbetriebe, in denen die räumlich nicht 
getrennten Betriebe mit gemeinsamer Leitung und Buchführung zusammengefaßt sind, zugrunde gelegt. 
Die Angaben über die Betriebe und die Gesamtbetriebe erstrecken sich für die einzelnen Gewerbe 
außer auf Anzahl und örtliche Verteilung auf die in ihnen beschäftigten Personen, sowie auf die 
Verwendung von Motoren und Arbeitsmaschinen. Für die Gesamtbetriebe gibt die Statistik Aufschluß 
über ihre Zugehörigkeit zu den verschiedenen privaten Unternehmungsformen, wie Betriebe von 
Einzelinhabern, Aktiengesellschaften usw. Zum Teil sind diese Angaben nach der Größe der Be 
triebe spezialisiert. 
Nun sind die Angaben über Motoren unter anderem durch zahlreiche,Doppelzählungen und 
über Arbeitsmaschinen neben der Unvollständigkeit der Erhebungen durch jegliches Fehlen eines 
Bewertungsmaßstabs für die nur nach ihrer Zahl angeführten Maschinen der verschiedenen Arten 
schon an und für sich unverwendbar 3 ; durch die Zugrundelegung nicht der wirtschaftlichen, sondern 
der technischen Einheit, die bei Einzel- und Gesamtbetrieben zwar häufig, aber nicht immer zusammen 
fällt, ist aber auch die Verwertung der übrigen Ergebnisse der Betriebsstatistik für eine Untersuchung 
der Gesamtunternehnumgen so gut wie unmöglich gemacht. 4 
Für einige Gewerbe veröffentlicht das Kaiserliche statistische Amt ferner noch jährliche 
Produktionsstatistiken. Sie beschränken sich auf die Erzeugnisse der Montanindustrie und derjenigen 
Industrien, für welche die Besteuerung ihrer Produkte eine derartige Statistik verlangt, wie Bier, 
Salz, Zucker, Spielkarten usw. 
Während sich die deutsche gewerbliche Betriebsstatistik auf die Ermittlung der erwähnten 
Produktionsmittel beschränkt, bemüht sich die Statistik der übrigen großen Industriestaaten zum Teil, 
tiefer in das Wesen der industriellen Unternehmungen einzudringen. Am weitesten gehen die 
Vereinigten Staaten von Nordamerika. Ihre letzte Gewerbestatistik für das Jahr 1909 5 mit dem 
„establishment“ 6 als Einheit erstreckt sich nicht nur auf die Zahl und örtliche Verteilung der 
establishments, die in ihnen tätigen Personen und verwendeten Kraftmaschinen 7 , sondern sucht auch 
ihre Produktion, ihre Unkosten und das in ihnen angelegte Kapital zu erfassen. 
Wenn nun schon die Ausdehnung der Statistik auf Produktion 8 und Unkosten, zumal in 
der Ausführlichkeit des amerikanischen Census 9 , die größten Schwierigkeiten bietet, und ihre Ergebnisse 
1) Statistik des Deutschen Reiches Bd. 213 — 221. 
3) ln der gewerblichen Betriebsstatistik treten gelegentlich auch die Bezeichnungen gewerbliche Unter 
nehmungen und Gesamtunternehmungeu für die Einzel- und Gesamtbetriebe auf, z. B. Bd. 214, Heft 2, S. 1: Vor 
bemerkung zu Tabelle 11. 
3) Siehe R. Passow, Der Aufbau der größeren industriellen Betriebe nach den Ergebnissen der gewerb 
lichen Betriebsstatistik von 1907; Archiv für exakte Wirtschaftsforschung (Thünen-Archiv) 1912, Bd. 4, S. 642h; siehe 
A. Hesse, Gewerbestatistik, 2. Auflage, S. 31. 
4) Siehe R. Passow, Kritische Betrachtungen über den Aufbau unserer gewerblichen Betriebsstatistik; Zeit 
schrift für Sozialwissenschaft 1911, S. 333; siehe Hesse, a. a, O. S. 247. - 
5) Bd. VIII—X, „Manufactures“ des „Thirteenth Census of the United States, taken in the year 1910“. 
6) Auch das „establishment“ ist nicht immer identisch mit der wirtschaftlichen Einheit der Gesamtunter- 
nehmung, sondern nur wenn sämtliche Betriebe der Unternehmung in einem Staate liegen und nicht verschiedene 
Industriezweige umfassen. 
7) Über Arbeitsmaschinen werden keine Angaben gemacht. 
8) Siehe O. Most, Zur Methode, Technik und neuesten Phase der gewerblichen Prodnktionsstatistik; Jahr 
bücher für Nationalökonomie und Statistik, III, Folge, Bd. 34, S'721 f.; Hesse, Gewerbestatistik, S. X3f. 
9) Siehe Hesse S. 51.
	        

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