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Einführung in die Kriegswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in die Kriegswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1004940505
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-17272
Document type:
Monograph
Author:
Neurath, Otto http://d-nb.info/gnd/118587420
Title:
Einführung in die Kriegswirtschaftslehre
Edition:
Sonderabdruck aus: "Mitteilungen aus dem Intendanzwesen"
Place of publication:
Wien
Publisher:
[Seidel]
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (Seiten 2-13, Seiten 2-16, Seiten 2-46)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IX. [i. e. XI.] Rückwirkungen des Krieges und der Rüstungen auf Produktion und Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Einführung in die Kriegswirtschaftslehre
  • I. Die Kriegswirtschaftslehre als Sonderdisziplin
  • II. Verschiedenartigkeit der Kriegswirkung
  • III. Das Problem der Reserven
  • IV. Arten der kriegswirtschaftlichen Bedarfsdeckung
  • V. Aufgaben und Wesen des Geldes
  • VI. Beschaffung von Zeichengeld
  • Beschaffung von Weltgeld
  • VIII. Organisation der unmittelbaren Realienbeschaffung
  • IX. Sicherung des Realienbedarfes für den Kriegsfall
  • X. Rückwirkungen des Krieges und der Rüstungen auf Geld und Kredit
  • IX. [i. e. XI.] Rückwirkungen des Krieges und der Rüstungen auf Produktion und Handel
  • XII. Der Kriegserfolg
  • Schlußbemerkungen

Full text

35 
Tabelle XXV. 
Steigender Gesamtreallohn bei fallendem Reallohn der einzelnen Kategorien 
Zeitpunkt 
Kategorien : 
Arbeitslose 
ungelernte Arbeiter 
gelernte Arbeiter 
Summe 
Reallohn jeder Kategorie 
0 
10 
20 
— 
t, 
Individuen 
A, B, C 
D, E, F 
0 
6 
Gesamtreallohn 
0 
30 
0 
30 
Reallohn jeder Kategorie 
0 
6 
12 
— 
^2 
Individuen 
0 
A, B, C 
D, E, F 
6 
Gesamtreallohn 
0 
18 
36 
54 
summen, welche für die Armee verwendet werden, 
drücken zum Teil einen Entgang an Schulbildung, 
eine Verschlechterung der Hygiene, eine Reduktion 
der Produktion aus. Es gibt Völker, welche durch 
die Auferlegung von Steuern nur zu einer e r- 
höhten Produktion angeregt werden. 
In ihrem Bemühen, den alten Lebenstandard 
wieder zu erreichen, erweitern sie ihn nicht selten, 
andere wieder zahlen die Steuern und schränken sich 
mehr ein. Dies letztere ist vor allem bei südlicheren 
Völkern nichts Seltenes, auch Osteuropäer weisen 
häufig dieses Verhalten auf. Indirekt kann so die 
Militärmacht empfindlich geschädigt werden. Denn 
eine vermehrte Sterblichkeit, der Analphabetismus 
wirkt ungünstig auf die Armee zurück. Es bedarf 
konkreter Nachforschungen, ob die Aufnahme vorr 
Anleihen oder Steuern auf ein Land lähmend oder 
anregend wirkt. 
Die indirekten Wirkungen auf Produktion 
und Gesundheit müssen immer im Auge behalten 
werden; oft beachtet man sie erst, wenn es bereits 
zu spät ist. Der Vorteil, der unmittelbar für die 
Armee erlangt wird, kann mittelbar ihr wieder 
verloren gehen. Es kann schließlich dazu kommen, 
daß die Förderung der Hygiene, des Schulwesens, 
der Produktion von der Armee intensiv gefordert 
wird, um die indirekten Schädigungen zu paraly 
sieren. Wir haben dafür ein Vorbild in der Ge 
schichte. Die ersten Anregungen zur deutschen 
Arbeiterschutzgesetzgebung, die sich in der zweiten 
Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte, gehen 
zum Teil auf die Beobachtungen eines Offiziers 
zurück, der in den Rheinlariden, wo sich die In 
dustrie überaus rasch ausgebreitet hatte, erschre 
ckende Rückgänge der Tauglichkeit bei den Stellun 
gen beobachtete. Es war klar, daß durch Fürsorge für 
die Arbeiter, Reduktion der Arbeitszeit, Verbesse 
rung der Arbeitsbedingungen usw. Abhilfe ge 
schaffen werden konnte. Wir sehen, daß die Ar 
mee an einer gesunden, gutgestellten Bevölkerung 
überaus interessiert ist; heute, wo man die mili 
tärischen Kräfte der Bevölkerung noch mehr aus 
zunützen sucht als früher, in immer steigendem 
Maße. 
Für Oesterreich-Ungarn sind solche Erwä 
gungen von größter Wichtigkeit, weil die Mon 
archie unter den Rüstungen weit schwerer leidet, 
als etwa Deutschland, das in lebhaftestem Auf 
schwung begriffen ist. Wenn man die gröbsten 
statistischen Schätzungen zur Hand nimmt, ist 
die Ungleichheit der Entwicklung Deutschlands 
und Oesterreich-Ungarns auf den ersten Blick zu 
erkennen. Manche glauben, daß diese üble Lage 
nicht allzu pessimistisch beurteilt werden dürfe, 
da man ja Anleihen im Auslande aufnehmen 
könne. Man darf aber dabei nicht übersehen, daß 
eine Anleihe oft Knechtschaft bedeutet. Das Aus 
land zehrt auf Jahrzehnte hinaus von unserem 
Mark, wenn wir nicht durch eine besonders rege 
Entfaltung aller produktiven Kräfte die Zinsen und 
Annuitäten aufbringen. 
Soweit diese Anleihen aber militärischen 
Zwecken dienen, fördern sie die Gesamtentwick 
lung der Produktion nur sehr wenig. Da man 
bisher nicht systematisch darauf aus ist, bei den 
Ausgaben für die Armee die Wege einzuschlagen, 
welche der Industrie und Landwirtschaft am 
meisten Förderung bringen, nützen sie noch 
weniger als es vielleicht bei entsprechenden Maß 
nahmen denkbar wäre. Oesterreich-Ungarn ent 
wickelt sich an sich langsamer als Deutschland, 
durch die Aufwendungen für die Armee wird die 
Entwicklung nicht beschleunigt. Die Armee 
hat aber das allergrößte Inter 
esse daran, daß sich die Industrie 
und Landwirtschaft Oesterreich- 
Ungarns mächtig entfaltet. Man ist 
sich dieser Solidarität heute sowohl in Kreisen 
der Produzenten als auch der Armee nicht
	        

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The Story of Artificial Silk. Efficiency Magazine, 1928.
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